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So viel verdienen Dresdens Bürgermeister

So viel verdienen Dresdens Bürgermeister

Über Geld spricht man nicht, sagt der Volksmund. Und der amerikanische Öl-Milliardär Jean Paul Getty ergänzte einst wohlweislich: "Man hat es einfach!".

Doch was unter "Normalsterblichen" Usus ist, gilt für unsere Politiker im Rathaus nicht. Die müssen mit ihren Gehältern transparent umgehen.

Soviel sei vorab verraten, von gehaltstechnischen Exzessen wie in der Finanzbranche ist die Stadt Dresden weit entfernt. Während beispielsweise Ex-Deutsche-Bank-Boss Josef Ackermann zuletzt auf ein Jahresgehalt von fast zehn Millionen Euro kam, verdient Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) laut Rathaussprecher Kai Schulz brutto etwa 133.000 Euro. Netto landen damit rund 100.000 Euro pro Jahr auf dem Konto der 60-Jährigen. Dafür arbeitet sie aber auch sechs bis sieben Tage pro Woche und hat dann einen Neun- bis Zwölf-Stunden-Tag.

Eingestuft ist Orosz als OB in eine der höchsten Besoldungsgruppen des Öffentlichen Dienstes, die so genannte B10. Ihr Stellvertreter, Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), rangiert schon deutlich darunter. Er bezieht als Erster Bürgermeister ein B8-Gehalt mit einem Jahresbrutto von knapp 107000 Euro. Dahinter folgen Kämmerer Hartmut Vorjohann, Schul- und Verwaltungsbürgermeister Winfried Lehmann und Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (alle CDU und B7, 102000 Euro) sowie Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos), Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) und Kulturbürgermeister Ralf Lunau (parteilos), die in die B6 mit 97000 Euro eingetaktet sind. "Die Besoldungsgruppe von Oberbürgermeistern und Bürgermeistern richtet sich nach der Einwohnerzahl einer Stadt. Bei den Bürgermeistern spielt die Dienstzeit eine Rolle", erklärt Schulz. Zusätzlich haben sie Anspruch auf einen Dienstwagen mit Fahrer, allerdings nur für tatsächliche Dienstfahrten, nicht für private Unternehmungen. "Ansonsten gibt es keine Spesen", betont Schulz. Das heißt beispielsweise, dass die OB für ihre repräsentative Kleidung selbst aufkommen muss.

Zu den Top-Verdienern der Stadt Dresden gehören die Bürgermeister übrigens noch lange nicht. Daran ändern auch die Posten in verschiedenen Aufsichtsräten nichts, denn dafür gibt es lediglich eine symbolische Aufwandsentschädigung.

Reiner Zieschank soll dem Vernehmen nach mehr als das Doppelte der Oberbürgermeisterin verdienen, auch wenn sich dies nicht wirklich verifizieren lässt, da er nicht verpflichtet ist, sein Gehalt offenzulegen und dies auf DNN-Anfrage auch nicht tat. Der gebürtige Allgäuer ist seit 1992 Vorstand bei den Dresdner Verkehrsbetrieben und inzwischen zusätzlich Geschäftsführer der Drewag, der Technischen Werke Dresden und der Energieverbund Dresden GmbH. Auch diverse Krankenhauschefs sollen angeblich etwa 200.000 Euro jährlich bekommen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.07.2013

Christoph Stephan

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