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Scheidender Weißiger Ortsvorsteher sieht sich durch Erfolg bestätigt

Scheidender Weißiger Ortsvorsteher sieht sich durch Erfolg bestätigt

Am Ende seiner Amtszeit bilanziert der Weißiger Ortsvorsteher Hans-Jürgen Behr (CDU) vor allem Punkte auf der "Haben"-Seite. "Ich wüsste eigentlich keine Misserfolge zu nennen", sagt er auf Nachfrage bescheiden.

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Hans-Jürgen Behr wollte nicht wieder als Ortsvorsteher kandidieren. Seine Nachfolgerin Daniela Walter wird womöglich diplomatischer als Behr agieren.

Quelle: Norbert Neumann

"Es war eine erfolgreiche Zeit, ich bedaure nichts." Er habe "viel erreicht", meint er. "Die Menschen fühlen sich hier wohl und wohnen gern hier - das heißt doch was."

So habe sich die Bevölkerung in der Ortschaft seit 1989 auf zirka 13 000 Bewohner mehr als verdoppelt, die Infrastruktur stark verbessert. So habe er noch vor der Wende dafür gesorgt, dass Schönfeld-Weißig ans Abwassernetz angeschlossen wurde, später dafür, dass der Gewerbepark und Wohnungsneubau zustande gekommen seien, Schulen und Kitas saniert wurden, zählt er dezent auf.

Gestern hat Behr seinen ehrenamtlichen Posten als Ortsvorsteher an seine Nachfolgerin Daniela Walter (beide CDU) übergeben. Er hatte bereits im Vorfeld angekündigt, nach 27 Jahren an der Spitze von Schönfeld-Weißig nicht wieder kandidieren zu wollen - der 68-Jährige nannte gesundheitliche Gründe für diese Entscheidung. Die Anfeindungen, die er in den Nachwende-Jahren vor allem aus dem linken Lager in Dresden erfuhr, hätten ihn dagegen nicht entmutigt. "Ich bin eben kein Diplomat und spreche die Dinge offen aus. Das gefiel halt nicht jedem." Vielleicht sei seine Nachfolgerin ja etwas diplomatischer, so dass sich das manchmal schwierige Verhältnis zwischen Stadt und Ortschaft künftig etwas entspannen könne.

Der in Dresden geborene Behr lebt laut eigenen Angaben seit 1949 im Schönfelder Hochland. 1987 - also noch vor der Wende - wurde er für die CDU ehrenamtlicher stellvertretender Bürgermeister in der damals noch selbstständigen Ortschaft. Bei der Eingemeindung nach Dresden 1994 war er für die Stadtverwaltung der wohl härteste Verhandlungspartner. Ihm wurden später Vetternwirtschaft, der jüngste Asbest-Skandal in einer Weißiger Kita und ein problematischer Firmen-Filz nachgesagt, was allerdings Behrs Beliebtheit im Schönfelder Hochland nie Abbruch tat.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.09.2014

Weckbrodt, Heiko

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