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Satire-Partei kontert Dresdner Politikwissenschaftler: „Wir nehmen das, was wir machen, sehr ernst“

Satire-Partei kontert Dresdner Politikwissenschaftler: „Wir nehmen das, was wir machen, sehr ernst“

Mit dem sperrigen Begriff Unernsthaftigkeit hatte der Dresdner Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt die Satire-Partei DIE PARTEI beschrieben. Karl Uhlmann, Vorsitzender des Dresdner Kreisverbandes, kann dies auf Nachfrage überhaupt nicht nachvollziehen.

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Karl Uhlmann, Vorsitzender des Kreisverbandes der Partei DIE PARTEI in Dresden.

Quelle: Dominik Brüggemann

„Wir nehmen das, was wir machen, sehr ernst. Das Politikgeschäft ist ein sehr ernstes. Wenn wir jemanden nicht ernst nehmen, dann sind es andere Parteien und deren Wähler, aber uns nehmen wir sehr ernst“, sagte er am Rande einer Wahlveranstaltung auf der Prager Straße.

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Die Satire-Partei DIE PARTEI beim Wahlkampf in der Dresdner Innenstadt.

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Die inhaltsleeren Plakate mit Sprüchen wie „Merkel ist doof“ oder „Tillich in die Produktion“ erklärte er wie folgt: „Wir verwenden diese Plakate, weil wir viel Zuspruch von jungen Leuten bekommen haben. Ansonsten würden wir aber auch jeden beliebigen anderen Namen auf die Plakate drucken.“ Als Ziel hat sich die Partei DIE PARTEI großspurig 50 Prozent plus X vorgenommen.

Ein Wahlversprechen hat die Satire-Partei für die Prager Straße ebenfalls entwickelt. „Wir haben den Wunsch, mehr Bordelle auf der Prager Straße zu etablieren. Generell wollen wir den Sex-Tourismus in Dresden fördern.“ „Die Leute verstehen uns als Satire, aber wir betreiben unsere Politik sehr ernsthaft und angestrengt“, macht Uhlmann sein Anliegen deutlich. Letztlich bleibe es dem Wähler überlassen, was dieser davon halte. Zu diesem Ergebnis kam auch der Dresdner Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt. Solange die allermeisten der Wähler nicht auf jeden Jux hereinfielen, könne eine Demokratie eine Spaß- oder Satirepartei gut aushalten, teilte Patzelt auf Anfrage mit.

dbr

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