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Sachsens Kabinett legt Lärmschutzbereiche für Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle fest

Sachsens Kabinett legt Lärmschutzbereiche für Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle fest

Das sächsische Kabinett hat am Dienstag eine Verordnung zum Lärmschutz an den Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle erlassen. Darin seien je zwei Tag- und eine Nachtschutzzone ausgewiesen, teilte das Umweltministerium mit.

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Für den Dresdner Flughafen wurden Lärmschutzbereiche neu festgelegt.

Quelle: Stephan Lohse

Dresden. Innerhalb dieser Zonen gelten unter anderem Bauverbote und –beschränkungen sowie besondere Anforderungen an den Schallschutz.

„Die Anwohner im Umfeld von Flughäfen sind regelmäßig verstärkten Lärmbelastungen ausgesetzt. Ihnen kommt die Festlegung von Lärmschutzbereichen zugute“, sagte Umweltminister Frank Kupfer. Die Verordnung kann nun Betroffenen als Grundlage für etwaige Erstattungsleistungen bei notwendigen Baumaßnahmen zum Schallschutz oder für Entschädigungsansprüche bei Lärmbelästigung gegen den Flugplatzhalter dienen, so das Ministerium.

Für alle Schutzzonen gilt, dass schutzbedürftige Einrichtungen wie Krankenhäuser, Altenheime, Erholungsheime und Ähnliches nicht innerhalb dieser errichtet werden dürfen. Für den Flughafen Dresden erstrecken sich die drei Zonen auf einer Gesamtgröße von acht Quadratkilometern in verlängerter Richtung entlang der Start- und Landebahn von Trachau bis nach Ottendorf-Okrilla, sagte Falk Hofer vom Ministerium. Dieser Ausdehnung entsprechen die Außengrenzen der Nachtschutzzone, in der keine Wohnungen neu errichtet werden dürfen. Das gleiche Bauverbot gilt für die engste Zone im Kern des gesamten Schutzbereiches, die von der Autobahnanschlußstelle Dresden Flughafen bis an den Südrand von Gomlitz reicht. In der zweitgrößten Zone, der Tagschutzzone zwei von der Autobahnanschlußstelle Hellerau bis nach Weixdorf, ist der Wohnungsneubau unter ausreichendem Schallschutz zulässig. 

Die Ausweisung von Lärmschutzbereichen außerhalb von Flughäfen, in denen eine bestimmte Lärmbelastung überschritten wird, obliegt seit der Novellierung des Bundesgesetzes zum Schutz gegen Fluglärm im Juni 2007 den Ländern. Dem kam der Freistaat mit der Verordnung nun nach. Den betroffenen Gemeinden werden die Karten im Maßstab 1:500 zur Verfügung gestellt, heißt es weiter.

„Vor der Verordnung durch den Freistaat regelte seit 1995 eine Bundesverordnung den Lärmschutzbereich, der jedoch nicht weit über das Flughafengelände hinausreichte“, sagte Hofer. 2005 galt daher ein freiwilliges Schallschutzprogramm des Flughafenbetreibers, der Flughafen Dresden Gmbh, einer Tochtergesellschaft der Mitteldeutschen Airport Holding. Das Programm sah bereits Aufwandsentschädigungen für Schallschutzmaßnahmen der Anwohner vor. Der Schutzbereich sei sogar etwas größer als der nun gesetzlich geregelte gewesen, so Hofer.

 Nähere Informationen zu den Schutzzonen finden Sie im Internet.

 

dpa/Antje Beier

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