Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+
Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping: Es ist ein ganz breites Sammelsurium

Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping: Es ist ein ganz breites Sammelsurium

Frau Köpping, Sie haben heute mit verschiedensten Menschen an einem Tisch gesessen.Meine Tische, an denen ich saß, hatten sehr verschiedene Problemlagen.

Frau Köpping, Sie haben heute mit verschiedensten Menschen an einem Tisch gesessen. Womit sind die Bürger auf sie zugekommen?

Meine Tische, an denen ich saß, hatten sehr verschiedene Problemlagen. Ich glaube, dass es sehr viel um soziale Probleme gegangen ist. Natürlich spielt das Asylbewerber-Problem auch eine Rolle, das Flüchtlingsproblem spielt eine Rolle. Ich hatte auch jetzt wieder eine Frage: ‚Frau Köpping, Sie wollen Asylbewerbern Arbeit verschaffen, wer bitte verschafft mir Arbeit?’.

Wir haben eine ganze Menge sozialer Probleme hier in der Stadt. Die Bürger, die selber keine Arbeit finden, die selber gerade so am Limit leben, die überleben, die inzwischen ihre Rentenbescheide vorliegen haben, die wissen wie es mal aussieht, wenn sie Rentner sind. Das sind Menschen, die einfach Zukunftsängste haben. Das war ein breites Sammelsurium.

Wir haben an den Tischen als Politiker selber nicht gesprochen, sondern zugehört. Und das ist für viele der Grund hier her zu kommen. Viele meinen, da hört ja niemand mehr auf uns und nimmt unsere Probleme und Sorgen wahr.

Der Abend sollte unter anderem einen ersten direkten Kontakt mit Pegida-Teilnehmern ermöglichen. Hat sich ihr Eindruck davon heute verändert?

Es war für mich ja nicht der erste Kontakt. Ich bin die ganze Zeit schon in Gesprächen, auch mit Pegida-Leuten. Ich habe mich an einem Montag mit einem Infostand hingestellt und habe Gespräche geführt, ich bin in Rathäuser und zu Bürgerdiskussionen gegangen und habe Gespräche geführt. Das gibt immer wieder das gleiche Bild, es ist ein ganz breites Sammelsurium. Es gibt natürlich Menschen, die ganz klassisch die jetzige Asylpolitik ablehnen. Aber die meisten, mit denen ich gesprochen habe, sind Menschen, die eigene Probleme haben.

Das heutige Dialogformat wird fortgesetzt?

Auf jeden Fall. Aber auch die anderen Formate werden fortgeführt, weil man hier natürlich auf die einzelnen Problemfelder nicht eingehen kann. Es gibt ja oft Möglichkeiten, zu helfen und die Menschen zu unterstützen. Das betrifft auch die kommunale Ebene. Und das trifft auch andere Fragen, die vielleicht über Sachsen hinausgehen. Und da finde ich, sollte man durchaus andere Formen nutzen, um auf das eigentliche Problem eingehen zu können.

sl

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadtpolitik
Anzeige
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.