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Sachsen will im Juni über Welterbe-Kandidaten entscheiden – Dresden-Hellerau mit „gutem Gefühl“

Sachsen will im Juni über Welterbe-Kandidaten entscheiden – Dresden-Hellerau mit „gutem Gefühl“

Sachsen will im Juni über Welterbe-Kandidaten entscheiden – Dresden-Hellerau mit „gutem Gefühl“ Dresden. Im Juni will der Freistaat Sachsen endgültig entscheiden, ob die Gartenstadt Hellerau zu den Unesco-Welterbe-Kandidaten gehören soll.

Das bestätigte am Freitag Frank Wend, Sprecher des sächsischen Innenministeriums, auf Anfrage von DNN-Online.

Das Votum der Expertenkommission, die als Grundlage für die Entscheidung der Regierung dienen soll, ist hingegen schon gefallen. Ursprünglich war geplant, dass die Kommission aus Politikern und Fachleuten am Freitag ihre Ergebnisse übergeben wird. Dies sei nun aber schon eher geschehen, sagte Wend. Zum Inhalt des Expertenurteils wollte er sich hingegen nicht äußern. Dies sei vertraulich. Allerdings sollen dem Vernehmen nach Hellerau und die Leipziger Notenspur die Favoriten sein.

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Der Bau der Dresdner Waldschlößchenbrücke sorgte dafür, dass dem Elbtal der Welterbe-Titel aberkannt wurde.

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„Wir harren der Dinge“, sagte Eva Schläfer, Sprecherin der Deutschen Werkstätten Hellerau, die federführend an der Bewerbung der Interessengemeinschaft (IG) Hellerau beteiligt waren. „Wir haben das Gefühl, dass wir getan haben, was wir konnten: Wir haben eine durchdachte und gut konzipierte Bewerbung eingereicht und auch eine gute Präsentation hingelegt“, zeigte sich Schläfer zufrieden. Seit der Vorstellung der Bewerbungsunterlagen am 27. März habe die IG Hellerau keine Rückfragen durch die Expertenkommission erhalten.

Man rechne allerdings nicht damit, zeitnah über das Ergebnis informiert zu werden. Nur auf eigene Anfrage im Sächsischen Ministerium des Innern habe sie erfahren, dass die Auserwählten erst im Sommer veröffentlicht werden, so Schläfer.

Die Hellerauer und Dresdner Bevölkerung stehe hinter der Bewerbung, betonte die Sprecherin der Interessengemeinschaft. „Wir bekommen überall nur positive Signale.“ Auch die Stadt unterstütze die Kandidatur. So nahmen der Erste Bürgermeister Dirk Hilbert und der Leiter des Amtes für Kultur und Denkmalschutz, Manfred Wiemer, an der Präsentation der Bewerbung teil. Hilbert habe unter anderem auf die wirtschaftlichen Effekte hingewiesen, die Dresden durch den Welterbe-Status Helleraus entstehen könnten, berichtete Schläfer.

Dresden könne sich dadurch eine Besucherschaft erschließen, die nicht nur an barocken Sehenswürdigkeiten, sondern auch an einer Stadt der Moderne interessiert sei. Dennoch sei es weder vorgesehen noch möglich, dass täglich Dutzende Touristenbusse durch die Gartenstadt mit ihren engen Straßen fahren werden, betonte sie.

Der 16-köpfigen Expertenkommission, die über die sächsischen Welterbe-Kandidaten geurteilt hat, gehören neben Regierungsvertretern auch Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie Denkmalschützer an. Es gibt zehn Bewerber. Zu den bekanntesten gehören die Görlitzer Altstadt, der Versteinerte Wald von Chemnitz und die Böhmisch-Sächsische Schweiz. Weitere Anwärter sind das Projekt Notenspur Leipzig, die Kapelle von Schloss Hartenfels in Torgau, die Porzellanstadt Meißen mit Albrechtsburg und Dom, die Gartenstadt Hellerau in Dresden, der Topasfelsen Schneckenstein in Tannenbergsthal, das Lausitzer Umgebindeland und das Westsächsische Textilmuseum in Crimmitschau.

ttr/dpa

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