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SPD will Wohneigentum für Familien fördern

Städtische Bürgschaften für Privatleute? SPD will Wohneigentum für Familien fördern

Der Anteil von selbstgenutztem Wohneigentum liegt in Dresden bei 16 Prozent. „Wir wollen das ändern“, erklärte jetzt Christian Avenarius, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion. OB Hilbert (FDP) soll daher die Verwaltung prüfen lassen, wie die Stadt Familien beim Erwerb von Wohneigentum unterstützen kann.

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Quelle: dpa

Dresden. Der Anteil von selbstgenutztem Wohneigentum liegt in Dresden bei 16 Prozent. Bei Eigentumswohnungen geht der Wert noch mehr in den Keller – nur vier Prozent der Dresdner Wohnungen werden von ihren Besitzern bewohnt. „Das ist deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Wir wollen das ändern“, erklärte jetzt Christian Avenarius, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) soll nach dem Willen der Sozialdemokraten die Verwaltung prüfen lassen, wie die Stadt Familien beim Erwerb von Wohneigentum unterstützen kann. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion in den Geschäftsgang des Stadtrats eingebracht.

„Oftmals scheitert die Vergabe eines Kredits am fehlenden Eigenkapital“, so Avenarius, „deshalb sollte die Verwaltung in Erfahrung bringen, ob die Stadt Bürgschaften übernehmen könnte.“  Die betroffenen Familien könnten so eine hohe Hürde bei der Kreditvergabe überspringen und ein Haus bauen oder eine Wohnung kaufen. Das Risiko für die Stadt sei dabei gering. Nur wenn die Familie ihren Kredit nicht bedienen könne, müsse die Bürgschaft gezogen werden. Als Gegenwert erhalte die Stadt aber eine Wohnung oder ein Haus.

„Wohnen zur Miete hat für uns nach wie vor oberste Priorität“, erklärte Peter Bartels, wohnungspolitischer Sprecher der Fraktion. Er habe aber beobachtet, dass gegenwärtig viele  Wohnungseigentümer ihre Wohnungen zu Kapital machen würden. „Die Mieter müssen dann innerhalb weniger Monate ausziehen und sich etwas Neues suchen.“ Sie könnten aber auch in die Lage versetzt werden, ihre Wohnung zu kaufen, so Bartels. „Eine städtische Bürgschaft wäre eine Möglichkeit dafür.“

Ein „Massenprodukt“ werde das Bürgschaftsmodell sicher nicht, meint Thomas Blümel, Fraktionsgeschäftsführer der Sozialdemokraten. „Aber der Wohnungsmarkt wird zu eindimensional betrachtet, wenn wir uns nur mit den Bevölkerungsgruppen befassen, die Sozialwohnungen benötigen. Es steht uns gut zu Gesicht, uns auch für Familien einzusetzen, die zwar über Bonität verfügen, es aber noch nicht geschafft haben, nennenswertes Eigenkapital anzusparen.“

Michael Schmelich, sozialpolitischer Sprecher der Grünen-Stadtratsfraktion, zeigte sich gegenüber DNN über den SPD-Antrag verwundert. „Wir haben beim Thema Wohnen eigentlich ganz
andere Probleme“, erklärte er auf Anfrage.

Thomas Baumann-Hartwig

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