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SPD will Carolabrücke wieder nach Friedrichs benennen

SPD will Carolabrücke wieder nach Friedrichs benennen

Sie hieß schon einmal Dr.-Rudolf-Friedrichs-Brücke, heißt zurzeit Carolabrücke und soll nun wieder nach dem SPD-Mann benannt werden, der 1945 zwei Monate lang Dresdner Oberbürgermeister war und danach zwei Jahre lang sächsischer Ministerpräsident.

"Er war einer von uns", begründete dieses Ansinnen gestern der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Peter Lames.

Und er sei "ein entschiedener Nazi-Gegner während der Zeit der Weimarer Republik" gewesen. Stadtrat Richard Kaniewski: "Die Vereinnahmung seines Namens durch die SED mögen die Umbenennung aus der Zeit erklärbar machen." Doch es werde "dem Leben und Wirken Dr. Rudolf Friedrichs einfach nicht gerecht, seinen Namen vollkommen aus dem Stadtbild zu streichen. Derzeit erinnere nur noch eine Plakette unterhalb der Carolabrücke an den ehemaligen Oberbürgermeister und Ministerpräsidenten. Nun ist es aus Sicht der SPD Zeit, die Umbenennung aus dem Anfang der 90er Jahre rückgängig zu machen und die Brücke wieder nach dem Ex-OB zu benennen. Notfalls tut es aber auch ein anderer repräsentativer Ort, so Lames.

Radeberg und Radebeul, Wurzen und Plauen haben Straßen, die nach Rudolf Friedrichs benannt sind, Zittau, Zwickau, Görlitz und Dippoldiswalde ebenfalls. "Ehre, wem Ehre gebührt", meint die SPD-Fraktion und schlägt nicht nur vor, die Carolabrücke wieder umzubenennen. Auch der Grabstein von Rudolf Friedrichs könnte in der Stadt aufgestellt werden. Er steht zurzeit bei einem Bühlauer Steinmetz, so die SPD. Außerdem gibt es in der Städtischen Galerie ein Porträt von Dr. Rudolf Friedrichs, das Otto Dix gemalt hat. Es wird zur Zeit nirgends gezeigt und könnte wenigstens anlässlich seines 65. Todestags am 13. Juni 2012 im Rathaus oder im Stadtmuseum gezeigt werden.

Dieses Datum, der 13. Juni, schwebt Lames auch vor, wenn er an die Brückenumbenennung denkt. Nein, das soll bis dahin noch nicht erledigt sein, dafür sei die Zeit wohl zu knapp, meint der Fraktionschef und verweist dabei auf misslungene Versuche, Straßen in Dresden umzubenennen. Der Streit um eine Marwa-El-Sherbini-Straße ist noch präsent. Aber die Entscheidung, die Carolabrücke wieder nach dem SPD-OB zu benennen, könnte bis dahin gefallen sein.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.04.2012

C. Springer

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