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SPD-Stadtratsfraktion fordert Wachstumsstrategie für Dresdner Wirtschaft: „Hilbert mangelt es an Dynamik“

SPD-Stadtratsfraktion fordert Wachstumsstrategie für Dresdner Wirtschaft: „Hilbert mangelt es an Dynamik“

Die Zeit der Neuansiedlungen in Dresden sei vorbei, stellte Peter Lames am Donnerstag fest. Umso wichtiger sei eine nachhaltige Strategie für das Wirtschaftswachstum in der Stadt, die aus Sicht der SPD-Stadtratsfraktion fehle.

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Peter Lames, SPD-Fraktionschef im Dresdner Stadtrat, fordert eine Wachstumsstrategie.

Quelle: PR

„Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert mangelt es an Dynamik. Man sieht kein Ziel, wo er mit Stadt hin will“, kritisierte der Fraktionsvorsitzende Lames den FDP-Politiker.

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Der Qualitätsprüfer des Maschinenbauers Von Ardenne Anlagentechnik GmbH, Lutz Schneider, in einer Produktionsgshalle des Unternehmens. Mit 631 Mitarbeitern belegt das Unternehmen Platz 10.

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 Nach einer Anfrage der Fraktion zu wesentlichen Kenndaten zur Wirtschaftslage in Dresden sieht Lames Handlungsbedarf. Laut Stadt steht Dresden gemessen am Gewerbesteueraufkommen je Einwohner auf Platz 57 unter insgesamt 72 deutschen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern. „Das ist nicht berauschend. Wir müssen auf eigene Füße kommen. Die Grundlagen in Forschung und Entwicklung sind noch nicht so weit, dass sie sich in Arbeitsplätzen in der Produktion vor Ort niederschlagen“, so Lames. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer, die rund die Hälfte der gesamten Steuereinnahmen der Stadt ausmachen, schwanken seit 2005 um einen Wert von etwa 200 Millionen Euro. Ohne größere Neuansiedlungen müsse das Wachstum daher aus eigener Kraft gestemmt werden.

Ein Blick auf die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten am Arbeitsort Dresden zeigt, dass die Strategie der Stadt gelingt. Allein von 2008 bis 2012 stieg sie von damals rund 221.000 Beschäftigen auf rund 233.000 Beschäftigte. Eklatant sinkt jedoch die Anzahl der Auszubildenden. Im Jahr 2008 verzeichneten die Statistiker für Dresden noch 14.580 Auszubildende. Vier Jahre später beschäftigten die Betriebe nur 9937 Auszubildende. „Hier muss ein Umdenken der Betriebe einsetzen. Die Lehrlingszahlen sind ein zentrales Problem, da laut den Betrieben qualifizierte Bewerber fehlen“, so Lames der auf Handlungsbedarf in der Bildungspolitik verwies. Ein wichtiges Ziel der geforderten Wachstumsstrategie müsse daher sein, die ausgebildeten Leute auch in der Region zu halten.

Personell sieht Lames dringenden Handlungsbedarf in der Stadtpolitik. „Es ist für mich unverständlich, dass die Amtsleiterstelle der Wirtschaftsförderung jahrelang besetzt war und jetzt angeblich vom Wirtschaftsbürgermeister miterledigt werden kann“, so Lames, der eine Neubesetzung fordert.

Die SPD-Fraktion reicht kommende Woche im Stadtrat einen Antrag für eine EU-Förderstrategie für Dresden ein. Hintergrund sind die Fördermittel der Europäischen Union, für die von 2014 bis 2020 eine neue Förderperiode beginnt. Insgesamt kann Sachsen mit Mitteln in Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro rechnen. Für die Region Dresden stehen schätzungsweise eine Milliarde Euro bereit. Laut SPD-Fraktionsantrag habe die Stadt durch die strategische Beantragung der Fördermittel die Chance, sich als aufstrebender Standort in Europa zu präsentieren.

dbr

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