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SPD-Politikerin Stange fordert mehr Polizei in Dresden-Gorbitz

SPD-Politikerin Stange fordert mehr Polizei in Dresden-Gorbitz

Eigentlich ruft eher das konservative Parteienspektrum nach mehr Polizei-Präsenz auf den Straßen. Nun hat sich aber auch die SPD-Politikerin und ehemalige Bildungsministerin Eva-Maria Stange für mehr Streifen vor den Wohnungen von Asylbewerbern in Gorbitz ausgesprochen.

Grund: Während ihres Landtags-Wahlkampfes auf den Straßen des Viertels bekam sie viel Unmut aus Bürgermund über die Lage vor Ort zu hören. Sie fürchtet nun, dass rechte Aufwiegler dies nutzen könnten, um am Volkszorn zu "zündeln".

"Viele Bürger, mit denen ich gesprochen habe, fühlten sich von der Stadt schlecht darüber informiert, dass und wieviele Asylbewerber in Gorbitz untergebracht wurden", berichtete Stange. Auch seien viele verärgert, weil sie in unsanierten Wohnungen sitzen, während die Gafah-Wohnungen an der Harthaer Straße und der Sanddornstraße, in denen das Rathaus Flüchtlinge untergebracht hat, sofort renoviert worden seien. Zudem gebe es wohl Konflikte um Krach aus den Flüchtlingswohnungen.

Wenn man solche Sorgen nur als Stammtischgerede beiseite wische, bestehe die Gefahr, dass die Konflikte eskalieren, meint Stange und verwies auf die jüngsten Hakenkreuz-Schmierereien in Gorbitz. "Mich ärgert das kolossal, dass nach all den Bemühungen der Vereine, des Quartiermanagements, der Sozialarbeiter und vieler anderer, den Stadtteil aufzuwerten, Gorbitz durch solche Schmierer gleich wieder ins schlechte Licht gerückt wird", sagte sie. Sie forderte daher mehr Polizeistreifen in der Gegend, um rechte Chaoten rasch dingfest zu machen. Zudem sollten Kontaktformulare in den Hauseingängen der Flüchtlings-Wohnungen angebracht werden, damit Anwohner Beschwerden über Krach oder andere Probleme loswerden können. Nicht zuletzt müsse die Gagfah mehr unternehmen, um alle Wohnungen im Viertel zu sanieren.

Hintergrund: Dresden soll in diesem Jahr deutlich mehr Flüchtlinge aufnehmen als ursprünglich vorgesehen. Derzeit leben hier über 1600 Asylbewerber. Weitere 750 werden bis zum Jahresende erwartet, wobei nicht alle bleiben werden. Das Rathaus versucht, die Flüchtlinge in Wohnungen statt in Heimen unterzubringen, hat aber Probleme, diese dezentrale Unterbringung durchzuhalten. In Gorbitz zogen ab Dezember 2013 knapp 200 Asylbewerber in Gagfah-Wohnungen, für die sich die Stadt soziale Belegungsrechte gesichert hatte.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.08.2014

Heiko Weckbrodt

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