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SPD-Chef Dulig versucht es mit Wahlkampf am Küchentisch

SPD-Chef Dulig versucht es mit Wahlkampf am Küchentisch

Dass der Landtagswahlkampf der sächsischen SPD ganz auf Parteichef Martin Dulig zugeschnitten sein wird, ist schon seit längerem klar. Dazu passend aber haben sich die Sozialdemokraten nun etwas Spezielles einfallen lassen.

Ein großer Holztisch soll eine zentrale Rolle spielen beim Versuch, den sechsfachen Vater in den kommenden Wochen politisch zu vermarkten - neben Plakaten und dem, was sonst noch dazu gehört. Bei eben diesem Stück handele es sich um den "Original-Küchentisch" aus seinem Hause, gab Dulig gestern fröhlich bekannt. "Der wird mit mir auf die Reise gehen."

Bekanntheit liegt bei 40 Prozent

Der Sinn der Übung liegt auf der Hand. Es soll ausgesprochen "menscheln", damit der 40-Jährige beim Wahlbürger bekannt wird. Denn das ist Duligs Manko: Laut SPD-Generalsekretär Dirk Panter dürfte der Bekanntheitsgrad des Chefs bei vielleicht 40 Prozent liegen, eine von der CDU-dominierten Staatskanzlei in Auftrag gegebene Umfrage sah ihn kürzlich sogar bei mageren 33. Als Zielquote gibt Panter einen Wert im Bereich von 90 Prozent an - eine Größenordnung, die sonst nur Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) erreicht.

Der geplante "Wahlkampf mit Mundwinkeln nach oben" (Panter) soll das nun ändern - und eben der Küchentisch der Familie. Weil ihm die Idee so gut gefällt, legte Dulig gleich nach. "Zuhause haben wir daran alles besprochen", was auch auf der Wahlkampftour seine Devise sein soll. Es gehe um den "direkten Kontakt" mit den Mensch. Damit seine Familie in der Zwischenzeit nicht auf dem Boden essen müsse, habe er auch schon für Ersatz gesorgt.

Forderung nach mehr Lehrern

Reichlich ambitioniert erscheint nicht nur der angepeilte Bekanntheitsgrad von 90 Prozent, ähnliches gilt auch für das Wahlprogramm, das die SPD an diesem Wochenende auf einem Parteitag in Leipzig beschließen will. Denn das firmiert als "Regierungsprogramm". Zwar ist nicht ausgeschlossen, dass die Sozialdemokraten nach der Wahl Ende August mit am Kabinettstisch sitzen, nach jetziger Lage aber bestenfalls als Juniorpartner der CDU.

Allerdings zielt die SPD mit dem Titel auf etwas anderes. "Wir wollen zeigen, dass wir regieren können und auch wollen", sagte Panter. Inhaltlich geht es Dulig nicht zuletzt um die Politikfelder Kinder, Arbeit und Sicherheit, vor allem aber um Bildung. "Sachsen wird gut verwaltet, aber das reicht nicht", meinte er. Beispiel "Schulchaos" der vergangenen Wochen: Zwar scheint der Start ins neue Schuljahr kurzfristig gesichert zu sein. Um die Lage aber auf Dauer zu verbessern, müssten nicht nur alle ausscheidenden Lehrer ersetzt, sondern 500 Stellen zusätzlich geschaffen werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.06.2014

Jürgen Kochinke

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