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Runder Tisch Asyl in Dresden fordert bessere Information der Bürger

Runder Tisch Asyl in Dresden fordert bessere Information der Bürger

Marko Schmidt rettete die Situation. Als sich die Debatte gerade aufschaukeln wollte, bot der Mann vom sächsischen Flüchtlingsrat spontan separate Auskünfte für die besonders interessierten Gäste an.

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Asylbewerber in einer zentralen Aufnahmeeinrichtung. (Archiv)

Quelle: dpa

Im kleinen Kreis sorgte er dann für Erkenntnisgewinn zum Asylverfahren allgemein, zu Abschiebungen und anderen Hintergründen. Gleichzeitig war damit beim 3. Runden Tisch „Asyl in Dresden“ das Dilemma klar: ein gefühltes oder tatsächliches Informationsdefizit bei den Bürgern.

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Dresdens Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos)

Quelle: Archiv

Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) hatte die Runde mit einem klaren Statement eingeleitet: „Wir müssen das Zusammenleben mit den Flüchtlingen klären, sie sind da und es werden noch mehr.“ 150 bis 180 Personen kommen Monat für Monat in der Landeshauptstadt Dresden an, Dresden bekommt sie vom Land zugewiesen, muss für ihre Unterbringung sorgen. Aufgrund der weltpolitischen Lage hatte es Mitte der 90er Jahre schon einmal solche Zahlen gegeben. Nach schon mehrmals noch oben korrigierten Prognosen des Landes wird Dresden in diesem Jahr mindestens 1976 Asylbewerber unterbringen müssen, 2016 werden es mindestens 3400 sein. Und diese Schätzungen sind laut Seidel eher zurückhaltend. Im Oktober seien in Deutschland 18.000 Flüchtlinge angekommen, 1500 mehr als im September. Damit ist auch für Dresden die Perspektive klar, in einer Stadt mit deutlich über 500.000 Einwohnern. Für die meisten Teilnehmer war das alles keine Überraschung. Sie vertraten ohnehin engagierte Gruppen.

Die Bürger wüssten zuwenig über die eintreffenden Flüchtlinge

Bei einigen Dresdnern wachsen mit den Zahlen aber auch die Ängste. Über „viel Unsicherheit“ berichtete eine Anwohnerin aus Laubegast. Sie beschrieb die Sorge vor Konflikten unter Menschen aus unterschiedlichen Religionen und Kulturkreisen, deren „Betreuung völlig unklar ist“. Die Probleme dürften nicht kleingeredet werden, meinte Lange gegenüber DNN. „Aber die Politik lässt uns hier alleine“, fügte sie hinzu. Die Bürger wüssten viel zuwenig, auch über die eintreffenden Menschen selbst.

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Durch den erhöhten Bedarf an Plätzen muss Dresden auch mehr Geld ausgeben.

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Zu diesem Schluss waren praktisch alle Arbeitsgruppen gekommen, in denen sich die 50 bis 60 Teilnehmer des Runden Tisches zwischenzeitlich zusammenfanden. Ansprechpartner, Zuständigkeiten, Hilfsangebot – vieles ist unklar. Marko Schmidt vom Flüchtlingsrat schlug noch mehr Informationsveranstaltungen in den Stadtteilen vor. 1500 Bürger seien mit den Beratungen in den Ortsbeiräten schon erreicht worden, bilanzierte Seidel. Für die kommende Woche stellte er ein neues Internetportal in Aussicht. In jeder Einrichtung, die neu eröffnet werde, soll es einen Tag der offenen Tür geben.

Den ausführlichen Text lesen Sie in den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14. November 2014.

Ingolf Pleil

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