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Rot-Rot-Grün: Stadt soll Fusion der Kliniken prüfen

Rot-Rot-Grün: Stadt soll Fusion der Kliniken prüfen

Die Städtischen Krankenhäuser Friedrichstadt und Neustadt befinden sich auf einem wirtschaftlich soliden Kurs. Das erklärte der zuständige Fachbürgermeister Detlef Sittel. Sittel erklärte, er warte nun auf die politische Initiative zur Fusion.

Quelle: Archiv/Kahnert

Dresden. Die Städtischen Krankenhäuser Friedrichstadt und Neustadt befinden sich auf einem wirtschaftlich soliden Kurs. Das erklärte der zuständige Fachbürgermeister Detlef Sittel (CDU) auf Anfrage der DNN. Das Krankenhaus Neustadt habe bislang sogar bessere Ergebnisse erzielt, als der Plan für dieses Jahr vorsehe. "Wir gehen fest davon aus, dass zum Jahresende unter der Bilanz für beide Häuser eine schwarze Null stehen wird", so der Ordnungsbürgermeister. In Neustadt werde ein kleineres Defizit erwartet, das mit dem erwarteten Gewinn von Friedrichstadt ausgeglichen werden könne. Sittel erklärte, er warte nun auf die politische Initiative zur Fusion der bislang eigenständigen Eigenbetriebe zu einem Städtischen Klinikum. Sein mit den Personalräten der Kliniken abgestimmtes Ziel sei ein Zusammenschluss zum 1. Januar 2017. Eine Lenkungsgruppe mit Vertretern der Häuser, der Verwaltung und des Stadtrates könne die Vorbereitungen übernehmen.

Ziel einer Fusion sei es, den eingeschlagenen Kurs bei der Zusammenarbeit der Häuser fortzusetzen und entsprechende Synergieeffekte zu erzielen. Es gehe auf gar keinen Fall um Personalabbau, so Sittel. "Wir bewegen uns in einem Wachstumsmarkt und werden in den nächsten Jahren eher einen Personalaufwuchs haben."

Linke-Fraktionsvorsitzender André Schollbach äußerte sich zufrieden über die wirtschaftliche Entwicklung der städtischen Krankenhäuser. Die Linken hatten 2012 einen Bürgerentscheid initiiert, bei dem sich die Mehrheit der Dresdner gegen eine Privatisierung der Krankenhäuser ausgesprochen hatte. "Die Ergebnisse widerlegen die Privatisierungsbefürworter. Auch in einer Eigenbetriebsstruktur können Krankenhäuser wirtschaftlich arbeiten."

Schollbach kündigte an, dass die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit (RGR) der Verwaltung den Prüfauftrag für eine Fusion der Häuser erteilen werde. "Darauf haben wir uns in der Kooperation verständigt. Wir wollen eine ergebnisoffene Prüfung und werden den Prüfprozess in Gang setzen."

Welcher Bürgermeister künftig die Krankenhäuser fachlich betreuen wird, ist dagegen noch offen. Laut Ausschreibung der Fachbereiche sollte die neue Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann (Die Linke) die Aufsicht übernehmen. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) will die Häuser aber bis Ende 2016 im Ressort von Sittel belassen, um Kaufmann zu entlasten, die alle Hände voll mit der Thematik Asyl zu tun hat (DNN berichteten). "Wir befinden uns zu dieser Frage noch in Gesprächen mit dem Oberbürgermeister. Ich gehe davon aus, dass wir uns verständigen werden", so der Linke-Fraktionsvorsitzende.

Thomas Baumann-Hartwig

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