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Protestmarsch im Pillnitzer Schlosspark zieht über 300 Dresdner an - Eintrittsgeld ab Montag

Protestmarsch im Pillnitzer Schlosspark zieht über 300 Dresdner an - Eintrittsgeld ab Montag

Der Schlosspark in Pillnitz erlebte am Sonntag noch einmal einen wahren Besucheransturm – an einem sonnigen Tag, der überhaupt nicht zur trüben Stimmung passen wollte, denn der Besuch der barocken Anlage ist ab Montag kostenpflichtig.

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Am Protestspaziergang im Schlosspark Pillnitz beteiligten sich am Sonntag rund 300 Menschen.

Quelle: Dominik Brüggemann

Die Piratenpartei und die Bürgerinitiative (BI) „Freier Parkzutritt“ hatten am Sonntag zum vierten Protestspaziergang eingeladen. Mehr als 300 Dresdner beteiligten sich daran und demonstrierten erneut gegen die Gebührenpläne des Landes.

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Der Schlosspark in Pillnitz erlebte am Sonntag noch einmal einen wahren Besucheransturm – an einem sonnigen Tag, der überhaupt nicht zur trüben Stimmung passen wollte, denn der Besuch der barocken Anlage ist ab Montag kostenpflichtig.

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„Uns geht es aber nicht allein um die zwei Euro Eintritt, sondern auch um die Schließung mehrerer Eingänge zum Park“, betonte Christian Decker von der BI unter dem Beifall der Anwesenden. Der Schlösserbetrieb will die Eintrittsgelder für die Pflege der gärtnerischen Anlagen nutzen, da die staatliche Zuschüsse allein nicht mehr ausreichen würden. Von den bisher neun Ein- und Ausgängen, sollen sieben geschlossen werden. So bleiben nur noch die zwei Ein- und Ausgänge, am AHA Graben an der Maillebahn unweit des Parkplatzes Leonardo-da-Vinci-Straße und am nördlichen Rundbogen neben dem Besucherzentrum „Alte Wache“ erhalten.

Ausgangsmöglichkeiten bestehen neben dem Wasserpalais, am Englischen Pavilion und am Palmenhaus. Befürchtungen über die neue Gebührenordnung haben vor allem die Händler. „Natürlich haben wir große Sorgen um Umsatzeinbußen“, erklärt Sandra Schulze, die den Laden „Asiatica & Tee“ sowie eine kleine Porzellanmalerei betreibt. Es werde zu wenig publiziert, dass die Geschäfte im Fliederhof frei zugänglich sind, ärgert sie sich. „Viele Kunden denken, dass der gesamte Park abgesperrt wird“, pflichtet ihr Kathrin Püschel, Geschäftsführerin der Chocolaterie im Fliederhof, bei. „Wir glauben schon, dass es jetzt einen Umsatzeinbruch gibt, hoffen aber darauf, dass sich das in den nächsten Wochen wieder erholt“, sagt Püschel.

„Es ist wunderbar, dass sich so viele Bürger beteiligen. Sie zeigen, wie wichtig ihnen die Sache ist und das darf man nicht einfach so ignorieren“, erklärt Grünen-Stadträtin Christiane Fiius-Jehne, die ebenfalls am Protestspaziergang teilnahm. Die bündnisgrüne Stadtratsfraktion fordert nun die Oberbürgermeisterin auf, sich beim Freistaat für eine Rücknahme der beschlossenen Maßnahmen einzusetzen. Die Dresdner SPD-Stadtratsfraktion entwickelt derweil schon ein düsteres Zukunftszenario: „Heute ist es der Schlosspark Pillnitz, im nächsten Jahr der Große Garten, im übernächsten Jahr der Zwinger“, orakelt der kulturpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Wilm Heinrich.

„Die Eintrittsgebühr ist und bleibt eine Farce“, erklärt indess der Dresdner Piraten-Chef Alexander Brateanu. Die Partei will sich nun um Alternativen bemühen. Bis zur Evaluation im Herbst bestünde eine Chance, einen Finanzierungsvorschlag ohne Ticket vorzulegen, so Brateanu.

Benjamin Winkler

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