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Prohlis muss bis 2019 auf ein Gymnasium warten

Stadtrat stimmt gegen CDU-Vorschlag Prohlis muss bis 2019 auf ein Gymnasium warten

Prohlis wird bis 2019 kein Gymnasium bekommen. Das hat die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit am späten Donnerstagabend gegen die Stimmen von CDU und FDP/Freie Bürger beschlossen. Ein Antrag der CDU wurde mit 34 gegen 30 Stimmen abgelehnt.

Quelle: Archiv

Dresden. Prohlis wird bis 2019 kein Gymnasium bekommen. Das hat die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit am späten Donnerstagabend gegen die Stimmen von CDU und FDP/Freie Bürger beschlossen. Der Antrag der CDU, für das Schuljahr 2016/2017 das Gymnasium Prohlis an einem Alternativstandort zu gründen, wurde mit 34 gegen 30 Stimmen abgelehnt. Die CDU-Forderung, einen Neubau für das Gymnasium in den nächsten Jahren auf einem Grundstück an der Windmühlenstraße zu errichten, fand auch keine Mehrheit.

Stattdessen beschloss Rot-Grün-Rot, dass die Verwaltung verschiedene Lösungsvorschläge mit dem Ziel zur Schaffung einer gymnasialen Einrichtung in Prohlis prüfen soll. Unverzüglich sollen nach dem Willen der Mehrheit Planungen aufgenommen werden, damit das Schulgebäude an der Boxberger Straße bis 2019 saniert werden kann.

"Die Verwaltung wird das Gymnasium Prohlis nun totprüfen", orakelte Heike Ahnert, schulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. "Wenn es darum geht, Asylbewerber nach Prohlis zu schicken, ist man ganz schnell dabei", beklagte FDP-Stadtrat Jens Genschmar, "aber das Gymnasium wird einfach mal so gestrichen."

Seit Jahren besteht der politische Wille, in Prohlis ein Gymnasium zu installieren. Die Umsetzung scheiterte aber regelmäßig an zu geringen Anmeldezahlen. Ahnert wirft der Verwaltung Halbherzigkeit vor. Eltern würden ihre Kinder nur an einer für sie attraktiven Schule anmelden. Der für das Gymnasium vorgesehene Standort in der Boxberger Straße sei alles andere als attraktiv.

Nur ein Neubau könne die dringend benötigten Schulplätze in Prohlis schaffen, so Ahnert. Zumal in der Boxberger Straße mittlerweile Asylbewerber untergebracht sind und eine Rückkehr zur schulischen Nutzung nicht abzusehen sei. Pläne von Schulbürgermeister Peter Lames (SPD), in Prohlis ein Berufliches Gymnasium zu errichten (DNN berichteten), lehnt die CDU ab. "Wir wollen in diesem Stadtteil ein Allgemeinbildendes Gymnasium, und das möglichst schnell", so Ahnert.

Laut Ulrike Caspary (Bündnis 90/Die Grünen) würden die Planungen für einen Schulneubau sechs Jahre dauern. Vielleicht gebe es andere Möglichkeiten wie eine Freie Schule, ein Gymnasium nach Prohlis zu bringen. Dana Frohwieser (SPD) erklärte, Rot-Grün-Rot wolle keine übereilte Entscheidung treffen, sondern in Ruhe Alternativen prüfen. "Es ist eine Illusion, in Prohlis schneller als an anderen Orten ein Gymnasium installieren zu können", sagte Anja Apel (Die Linke).

Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) erklärte, es werde ein bis anderthalb Jahre dauern, einen Schulneubau zu planen. Lames schätzte die Investitionskosten auf 30 bis 40 Millionen Euro.

Thomas Baumann-Hartwig

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