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Positives Fazit nach Demo gegen die NPD in Dresden – Bündnis kritisiert Gagfah

Positives Fazit nach Demo gegen die NPD in Dresden – Bündnis kritisiert Gagfah

Nach den friedlichen Demos gegen zwei NPD-Kundgebungen am 1. November in Dresden haben die Beteiligten größtenteils ein zufriedenes Fazit gezogen. „Die Kundgebung vor dem Asylbewerberheim war ein Zeichen für die Solidarität mit Asylbewerberinnen und Asylbewerbern.

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Dieses Banner sorgte am 1. November für Ärger. Bevor die NPD vor Ort war, musste es auf Weisung der Gagfah wieder eingeholt werden.

Quelle: Stephan Lohse

Sie sind in Dresden willkommen“, sagte Grünen-Stadtrat Thomas Löser.

Hunderte Dresdner hatten vor dem Wohnheim in der Florian-Geyer-Straße und der Moschee in der Hühndorfer Straße lautstark ihren Protest gegen die rechtsextremen Parolen der NPD artikuliert. Jens Thöricht vom Landesvorstand der Linken nannte die Gegendemonstrationen einen Erfolg. Die Menschen seien über Parteigrenzen hinweg für ein friedvolles und tolerantes Miteinander aller eingetreten.

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Die meisten Bewohner des Ausländerwohnheimes hatten von der Demo nichts mitbekommen. Stadt, Ausländerrat und Gagfah hatten im nahen Johannstädter Stadtteiltreff ein buntes Fest organisiert.

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Für Aufregung hatte ein Zwischenfall am Sachsenplatz gesorgt. Dort hatten Gegendemonstranten das Auto des NPD-Bundesvorsitzenden Holger Apfel angegriffen und beschädigt. Danach soll es laut unbestätigten Meldungen zu Gegenangriffen von Teilnehmern der NPD-Demo gekommen sein. Diese hätten teils mit Schlagstöcken bewaffnet Jagd auf ihre Gegner gemacht. Der Sprecher der SPD-Fraktion für demokratische Kultur, Henning Homann, forderte wegen der gewalttätigen Auseinandersetzungen den Abbruch der NPD-Tour. Die bisherigen Befürchtungen seien Realität geworden, sagte er.

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Mehrere hundert Gegendemonstranten haben am Donnerstag die NPD-Kundgebungen in der Leipziger Roscherstraße und der Pittlerstraße gestört.

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Größtenteils demonstrierten die Dresdner aber laut und friedlich gegen die NPD. Mit Trillerpfeifen, Fußballtröten, Trommeln, Lautsprechermusik und „Nazis raus“-Rufen störten sie den Aufzug der knapp 30 Rechtsextremen.

Zwei Transparente, die das Netzwerk Asyl, Migration, Flucht an zwei Hausfassaden in der Johannstadt befestigt hatte, mussten hingegen wieder abgehängt werden, bevor die NPD überhaupt dort auftauchte. Vor allem die Entscheidung der Gagfah, ein direkt an der Fassade des Ausländerwohnheims aufgehängtes zwölf Mal sechs Meter großes Plakat wieder abzuhängen, sorgte bei dem Netzwerk für Kritik. “Die Gagfah zeigt eine groteske Doppelmoral im Umgang mit der Thematik: Für ein Kinderfest stellt sie 5000 Euro zur Verfügung, das Anbringen eines Transparentes mit der Forderung nach Grundrechten wird jedoch als Provokation bezeichnet und trotz anders lautender Absprachen mit der Heimleitung untersagt“, wirft Sprecher Stefan Stein dem Unternehmen vor.

Gagfah-Sprecherin Bettina Benner wies die Anschuldigungen gegenüber DNN-Online jedoch zurück. Es sei von Anfang an klar gewesen, dass trotz verschiedener Anfragen am Gebäude selbst kein Transparent aufgehängt werden dürfe. Die Gagfah wolle Neutralität wahren, verwies Benner auf das gültige Versammlungsrecht. Das sei auch mit dem Heimleiter abgesprochen gewesen.

sl / dpa

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