Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Google+
Porträt: Die neue Linke-Vorsitzende Katja Kipping - unangepasst und modern

Porträt: Die neue Linke-Vorsitzende Katja Kipping - unangepasst und modern

Katja Kipping stammt aus Sachsen und damit aus dem mitgliederstärksten Landesverband der Linken. Die 34-jährige Dresdnerin wurde bereits im Alter von 21 Jahren Berufspolitikerin - und ist es bis heute durchgängig geblieben.

Voriger Artikel
Neues Leben dank neuer Niere – Dresdnerin Simone Bär spendet für ihren Lebenspartner
Nächster Artikel
Christopher Street Day in Dresden fordert Gleichberechtigung unabhängig von der sexuellen Identität

Katja Kipping ist die neue Vorsitzenden der Linken.

Quelle: Jochen Lübke

1999 zog sie als jüngste Abgeordnete in den sächsischen Landtag ein, 2005 wechselte sie in den Bundestag. Dort ist sie Vorsitzende des Ausschusses Arbeit und Soziales.

In die Linke-Vorläuferin PDS trat Kipping im Frühjahr 1998 ein. „Sie verkörpert die moderne Linkspartei, da sie weder aus der alten SED noch aus SPD oder WASG kommt“, sagt Sachsens Landesvorsitzender Rico Gebhardt. Kipping saß im Sommer 2003 noch über ihrer Magisterarbeit, als sie zur Vize-Bundesvorsitzenden der PDS gewählt wurde. Ihre Genossen attestierten ihr damals, sie habe sich von der Partei noch nicht so vereinnahmen lassen, sei im notwendigen Maße unangepasst und immer für Überraschungen gut. Das gilt nach Meinung von Weggefährten noch immer.

Zu ihren Schwerpunktthemen gehörten bislang Ökologie und Soziales. Bereits 2004 erhob sie die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen - als an Wahlerfolge der Piraten in Deutschland noch nicht zu denken war. Flagge zeigt Kipping auch als Anmelderin und Teilnehmerin von Protestaktionen gegen Neonazi-Aufmärsche.

Anfang 2010 gründete sie das parteiübergreifende „Institut Solidarische Moderne“, zu dessen Vorstandssprechern neben ihr auch Hessens Ex-SPD-Chefin Andrea Ypsilanti und der Grünen-Europaabgeordnete Sven Giegold zählen. Auch innerhalb der Linken steht sie für einen Konsens-Ansatz: „In unserer Partei sollte weniger das Lagerdenken als mehr das gemeinsame Handeln, das gemeinsame Verändern der Verhältnisse im Mittelpunkt stehen“, sagt Kipping auf ihrer Internetseite.

Bevor ihre Politikerkarriere begann, war Kipping für ein Freiwilliges Soziales Jahr in Russland. Seit November 2011 ist die Slawistin und Literurwissenschaftlerin Mutter einer Tochter. Auch aus diesem Grund wollte die Talkshow-erfahrene Kipping eigentlich Vize-Chefin bleiben statt an die noch arbeitsintensivere Spitze zu rücken. Beworben für den Parteivorsitz hat sie sich erst spät - um die Lager zusammenzuführen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadtpolitik
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.