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Polizei und Stadt verteidigen zeitweise Sperrung der SLUB

Polizei und Stadt verteidigen zeitweise Sperrung der SLUB

Stadt und Polizei haben am Montag die zeitweise Sperrung der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek (SLUB) am Sonntag verteidigt. Da die Demonstration der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) ursprünglich über den Zelleschen Weg führen sollte, mussten Studenten, die am Sonntag in die Bibliothek wollten, Umwege und Wartezeiten in Kauf nehmen, einige Betroffene berichteten, dass sie inmitten der Prüfungszeit gar nicht zum Gebäude kamen.

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Das Magazin der SLUB in Dresden.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresdens Polizeipräsident Dieter Hanitzsch verteidigte am Montag den frühen Zeitpunkt der Sperrungen. Denn auch die Gegner hätten bereits am Vormittag versucht, die geplante Route zu besetzen. Laut Hanitzsch hätte es aber nur in Einzelfällen Behinderungen gegeben, die Beamten seien angewiesen worden, mit viel Fingerspitzengefühl vorzugehen. „Da werden alle Wege gegangen", schilderte Hanitzsch das Vorgehen der Blockierer und verteidigte den Polizeieinsatz und die Absperrungen.

Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) warb um Verständnis. Grundsätzlich versuche die Stadt, die Behinderungen im kleinstmöglichen Rahmen zu halten, Einschränkungen seien bei solchen Großveranstaltungen aber immer hinzunehmen. Dass die Route direkt an Universität und SLUB vorbeiführe, sei eine Frage grundsätzlicher Abwägung von Versammlungsfreiheit und anderer Interessen.

Betroffene hatten am Sonntag gegenüber DNN-Online berichtet, dass die Polizei auf dem Uni-Campus umfangreiche Personenkontrollen durchgeführt hatte. Ins Bibliotheksgebäude kam am Mittag nur, wer einen Schließfachschlüssel vorweisen konnte. Daraufhin begannen Dutzende von Studenten, eben solche Schlüssel auf das Gelände zu bringen. Andere Studierende berichteten, dass sie gar nicht in die Bibliothek gelassen wurden.

„Jedenfalls hielten es die Polizisten für sicherer, mich vor der Bibliothek verharren zulassen, obschon ich auf dem Weg dorthin bereits drei Polizeikontrollen inklusive Rucksackeinsicht passiert hatte. Den Kollegen reichte das leider nicht und ich wurde mit dem Hinweis, ich könne ja nach Hause gehen und Computer spielen, abgewiesen. Das finde ich schon arg dreist", so Florian Waldvogel in einer Mail an DNN-Online.

„Der rege Sonntagsbetrieb während der laufenden Prüfungszeit auf dem Campus ist heute weitgehend zusammengebrochen", schrieb Student Peter Reinhart per Mail aus der Zentralbibliothek. Zahlreiche Studenten monierten vor allem die unzureichende Informationspolitik. Auch die SLUB selbst wurde im Vorfeld nicht über die Einschränkungen informiert, teilte Sprecherin Jenny Herkner gegenüber DNN-Online mit. Selbst den geplanten Verlauf der Demo an der SLUB vorbei hätten die Mitarbeiter einzig aus Medienberichten erfahren.

sl / ast

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