Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
Politiker rufen zu Mahnwache am 19. Februar vor der Synagoge auf

Politiker rufen zu Mahnwache am 19. Februar vor der Synagoge auf

Februar geplanten Aufmarsch tausender Neonazis in Dresden formiert sich immer mehr Protest. Die Kreisvorsitzenden von CDU und FDP, Lars Rohwer und Johannes Lohmeyer, riefen am Freitag gemeinsam zu einer Mahnwache vor der Synagoge auf.

Voriger Artikel
Weiße Rosen und eine Menschenkette erinnern am 13. Februar an den Bombenangriff
Nächster Artikel
Dresdens größte Sportmannschaften verstärken die Menschenkette am 13. Februar
Quelle: Franziska Schmieder

Gegen den am 19. "Dies ist ein starkes und wichtiges Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und Gewalt", erklärte Rohwer. "Der Schutz der Dresdner Synagoge durch die Bürger ist ein deutliches und unmissverständliches Zeichen, mit uns für Versöhnung, Frieden und Weltoffenheit in unserer Stadt einzustehen", ergänzte Lohmeyer.

Seit einigen Jahren missbrauchen Rechte das Gedenken an die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg und relativieren die deutsche Verantwortung an Krieg, Holocaust und Völkermord. Nach Angaben der Stadtverwaltung haben Neonazis für den 12. und 13. Februar so genannte "Trauermärsche" angekündigt. Der größte werde jedoch für den darauffolgenden Sonnabend erwartet. Deshalb plant das Bündnis "Nazifrei! - Dresden stellt sich quer" am 19. Februar wieder Massenblockaden.

"Aus dem ganzen Bundesgebiet haben sich bis jetzt schon mehr als 140 Busse angemeldet - und ein Ende ist nicht absehbar", sagt Bündnissprecherin Franziska Radtke. "Auch aus Dänemark, Schweden, Frankreich, Österreich, Italien, Polen und Tschechien erwarten wir Blockadeteilnehmer, die fest entschlossen sind, Europas größten Naziaufmarsch zu verhindern."

 Mehr als 7000 Sympathisanten würden die aktuellen Nachrichten des Bündnisses auf Facebook verfolgen, 50.000 Plakate hängen in ganz Deutschland, 100.000 Exemplare einer Massenzeitung und noch einmal so viele Flyer mit dem Aufruf, nach Dresden zu kommen, wurden verteilt.

Auch Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) rief für den 19. Februar zu friedlichen Aktionen auf. Von den Massenblockaden distanzierte sie sich allerdings. Sie wolle sich an den Mahnwachen der Kirchen gegen Rassismus beteiligen.

Christian Demuth von der Initiative "Bürger.Courage" fordert von Orosz ein aktiveres Vorgehen. "Ohne das Bündnis 'Dresden stellt sich quer' würde die Stadt dem Naziaufmarsch recht hilflos gegenüberstehen", meint Demuth. Diese dürfe nicht hinter ihrem Anspruch von 2010, den Rechten keine Chance zu geben, zurückfallen, nur weil der Großaufmarsch der Nazis diesmal nicht am symbolträchtigen 13. Februar stattfinden soll.

Christoph Stephan

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadtpolitik
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.