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Personenkontrollen und Platzverweise: Polizei separiert Neonazis und Gegendemonstranten

Personenkontrollen und Platzverweise: Polizei separiert Neonazis und Gegendemonstranten

Ein Großaufgebot der Polizei sorgte am Sonntag für Sicherheit in der ganzen Stadt. Die Strecke am Hauptbahnhof, auf der die Neonazis am Nachmittag marschieren wollten, war weiträumig abgesperrt.

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Am Sonntagmorgen wurden an den Autobahnabfahrten zur Landeshauptstadt Personenkontrollen durchgeführt.

Quelle: Dirk Knofe

Um den Bahnhof fuhren gepanzerte Fahrzeuge und Wasserwerfer auf, Gleise und S-Bahnen wurden kontrolliert und Beamte mit Hunden liefen Streife. Die Polizei sieht indes deutliche Unterschiede zu 2010, als ziviler Ungehorsam den Aufzug von rund 6400 Neonazis verhinderte. Mit Blick auf für den 19. Februar angemeldete Aktionen verdichteten sich Hinweise, dass diesmal nur regional mobilisiert worden sei, in beiden Lagern, sagte ein Polizeisprecher.

Die Polizei handele strikt nach dem Motto, diese zu trennen. „Das hat uns das Verwaltungsgericht ins Stammbuch geschrieben." Es gehe darum, die Lager schon bei der Anreise zu separieren. Seit dem Morgen wurden laut Polizei mehrere Straßenblockaden-Versuche entlang der voraussichtlichen Demonstrationsstrecke ohne Gewalt aufgelöst. Die Akteure hätten jeweils auf Anordnung der Beamten den Platz freiwillig verlassen.

Auch einige Autonome, die mit Antifa-Fahnen und „Nie wieder Deutschland"-Rufen durchs Zentrum zogen, wurden von Einsatzkräften am Weitermachen gehindert. Auch die Kranzniederlegung auf dem Heidefriedhof verlief ohne Zwischenfälle, teilte die Polizei mit. Während der Gedenkveranstaltung sei es zu keinen Störungen oder Straftaten gekommen. Etwa 120 Personen des linken Spektrums sei der Zutritt zu dem Gelände untersagt worden, "da sie dem Charakter der Trauerveranstaltung nicht entsprachen", hieß es in der Mitteilung der Polizei.

Weitere 50 Personen des linken Spektrums hatten sich dennoch Zutritt auf den Friedhof verschafft, in dem sie zum Teil auch über Zäune gestiegen waren. Die Polizei stellte die Identität fest und verwies sie des Friedhofsgeländes. Allerdings wurden bereits im Vorfeld Straftaten begangen, die nach Ansicht der Ermittler im Zusammenhang mit dem Gedenktag stehen. Unbekannte beschädigten am frühen Samstagmorgen auf dem Dresdner Heidefriedhof den "Gedenkstein der Opfer des Luftangriffes auf Dresden am 13.-14. Februar 1945". Die Täter hackten aus diesem zwei Buchstaben. Die Kriminalpolizei ermittelt jetzt wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung. Angaben zur Schadenshöhe konnte noch nicht gemacht werden.

Ebenfalls am Samstagvormittag sprühten Unbekannte an einer Hauswand zur Münchner Straße in der Dresden-Südvorstadt mit weißer Farbe den Schriftzug "Kampf den Nazis". 200 Meter weiter, an einer Grundstücksmauer an der George-Bähr-Straße stellten Beamte zudem ein ebenfalls weißes Graffiti mit dem Wortlaut "Nazis bekämpfen" fest. Aufgrund von Übereinstimmungen geht die Polizei von den gleichen Tätern aus. Auch hier können noch keine Angaben zur Schadenshöhe gemacht werden.

In der Nacht zum Sonntag blieb es nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei ruhig. „Am Bischofsweg wurden zehn Autos beschädigt", berichtete Polizeisprecher Marko Laske gegenüber DNN-Online. „So etwas passiert immer mal wieder. Wir gehen nicht davon aus, dass die Straftat in Zusammenhang mit dem 13. Februar steht."

ast / dpa

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