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Perfekt: Gefrerer wird Vorstand bei der Enso

Perfekt: Gefrerer wird Vorstand bei der Enso

Nun ist es amtlich: Die Finanzexpertin Ursula Gefrerer rückt an die Spitze des regionalen Energieversorgers Enso. Bereits im März war die Prokuristin der Technische Werke und der Drewag zur Nachfolgerin von Reiner Zieschank bestimmt worden.

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Ursula
Gefrerer

Quelle: Archiv

Dresden. Nun ist es amtlich: Die Finanzexpertin Ursula Gefrerer rückt an die Spitze des regionalen Energieversorgers Enso. Bereits im März war die Prokuristin der Holding Technische Werke Dresden (TWD) und der Drewag-Stadtwerke zur Nachfolgerin von Supermanager Reiner Zieschank bestimmt worden. Ab 1. Januar 2016 übernimmt die 60-Jährige die Geschäftsführerposten bei den TWD und bei der Drewag (DNN berichteten).

Um Zieschanks Posten als Enso-Vorstand hatte es jedoch im Aufsichtsrat des Energieversorgers mehrfach Reibereien gegeben. Aufsichtsratsvorsitzender ist kein Geringerer als Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU), der sich auch um Zieschanks Nachfolge beworben hatte, aber ausgebootet wurde. Im Enso-Aufsichtsrat soll mehrfach unter Vorjohanns Federführung diskutiert worden sein, den Vorstandsposten nicht an Gefrerer zu vergeben, sondern deutschlandweit auszuschreiben (DNN berichteten).

Einzelne Mitglieder des für die Stellenbesetzung zuständigen Personalausschusses der Enso sollen im Duett mit dem Finanzbürgermeister den Aufstand geprobt haben, weil sie sich bei der Personalauswahl übergangen fühlten, hieß es aus dem nichtöffentlich tagenden Gremium. Die Kompetenz von Gefrerer als Finanzexpertin stehe außer Frage. Aber die Energiewende stelle Energieversorger vor besondere Herausforderungen, da sei es doch nicht schlecht, sich mal deutschlandweit nach einem Manager umzuhorchen.

Vorjohann soll diese Gedankenspiele regelmäßig befeuert haben, hieß es von Aufsichtsräten, die ihm politisch nicht sonderlich gewogen sind. Letztlich sprach die Aufsichtsratsmehrheit jetzt auf einer Sondersitzung ein Machtwort und bestellte Gefrerer zum Enso-Vorstandsmitglied. Damit ist die 60-Jährige Dresdens neue starke Frau und tritt in Zieschanks große Fußstapfen, der zum Jahresende in den Ruhestand geht.

Die neue Supermanagerin arbeitet seit 1998 für die TWD und hat mehrjährige Erfahrungen als Prokuristin sowie Bereichsleiterin Finanzen des Konzerns. Mit ihrer Fachkompetenz hat sie sich einen exzellenten Ruf erworben. Sie ist auch als Mit-Geschäftsführerin der Dresdner Bäder GmbH tätig. Als Geschäftsführerin der Objektgesellschaft Kongresszentrum trug sie zudem Verantwortung für den Bau des Hauses am Elbufer und für die Verwaltung der Immobilie.

Die Landeshauptstadt Dresden ist über den Energieverbund GmbH zu 71,9 Prozent an der Enso beteiligt. In den TWD sind die wichtigsten städtischen Unternehmen wie die Drewag und die Verkehrsbetriebe unter einem Dach vereint.

Thomas Baumann-Hartwig

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