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„Pegida“-Erstarken in Dresden: Ängste und Vorurteile gegenüber Ausländern haben Bestand

„Pegida“-Erstarken in Dresden: Ängste und Vorurteile gegenüber Ausländern haben Bestand

Das Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC) hat sich über ds Erstarken der rechtspopulistischen „Pegida“-Bewegung in Dresden nicht überrascht gezeigt.

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"Klar zur Wende": Pegida-Anhänger in Dresden.

Quelle: Arno Burgi/Archiv

Bei der Arbeit mit Schülern und bei anderen Angeboten werde immer wieder festgestellt, „dass nach wie vor viele Menschen gegenüber als ausländisch wahrgenommen Menschen und Gruppen Ängste und Vorurteile haben, die nicht selten in eine menschenverachtende Haltung münden“, teilte das Netzwerk am Dienstag mit.

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Eindrücke der Pegida-Demo vom 15. Dezember.

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Dies bestätigten auch Zahlen einer neuen Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, laut der sich fast die Hälfte aller Deutschen ablehnend in Zusammenhang mit Asylsuchenden äußere. Angesichts dieser Zahlen und des Zulaufs bei den Protesten der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ mahnte das NDC eine aktive Bürgergesellschaft zur Unterstützung von Flüchtlingen und zur Stärkung sozialer und demokratischer Werte an.

Sachsens Integrationsministerin fordert Stärkung der Diskussionskultur im Bildungsbereich

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Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD)

Quelle: dpa

Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) hatte sich in der Vorwoche bei einem Besuch des sächsischen Netzwerk für Demokratie und Courage in Dresden für eine Förderung der Diskussionskultur stark gemacht : „Wir haben nach der erneuten Demonstration  in Dresden gesehen, dass es wichtig ist, mit den Menschen zu sprechen. Wir müssen die Diskussion führen.“

Auch die Stärkung der Diskussionskultur im Bildungsbereich sein wichtig.  „Wir müssen uns für ein demokratisches Verständnis einsetzen und die Bildung in diesem Bereich stärken. Dieser Ausländerfeindlichkeit, so möchte ich es klar nennen, müssen wir etwas entgegensetzen. Und da müssen wir auch als Staatsregierung etwas tun“, kündigte sie weitere Schritte und Gespräche in Zusammenarbeit mit Schulen, Gewerkschaften und Firmen an.

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Am Demonstrationszug von Dresden Nazifrei hatten sich am Abend rund 5000 Menschen beteiligt.

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Versammlungsleiter Lutz Bachmann spricht auf der Kundgebung der «Pegida» in Dresden.

Quelle: Arno Burgi

Unklar ist, ob und wie ein Dialog möglich ist. DNN-Online hatte dazu am Montag verschiedene Akteure befragt. Der Pegida-Gründer Lutz Bachmann sowie Vertreter des zwölfköpfigen Organisationsteams entziehen sich der fachlichen Diskussion, die sie selbst einfordern. Das Pegida-Bündnis selbst steht nach eigenen Angaben nicht für eine Diskussion bereit. Zudem solle jegliche Kommunikation mit "öffentlich-rechtlichen Sendern" vermieden werden, sagte Bachmann in seiner Rede vor 15.000 Demonstranten.  Auch der ARD-Livesendung "Günther Jauch" blieb er am Sonntag trotz Einladung fern. In Dresden erfolgte eine Absage für einer Debatte der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.

Sachsens AfD rechnet mit Pegida-Gespräch im Januar

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Frauke Petry, von der Partei Alternative für Deutschland (AfD) in Sachsen.

Quelle: dpa

Die AfD im sächsischen Landtag hat am Dienstag nach eigenen Angaben die Führung der  Pegida-Bewegung für Januar zu einem Gespräch eingeladen. Das teilte Fraktionschefin Frauke Petry am Dienstag mit. Einen Termin gibt es noch nicht. Petry ging davon aus, dass das zwölfköpfige Organisationsteam der Einladung folgt. CDU, SPD und Linke im Landtag signalisierten Bereitschaft, mit Teilnehmern der wöchentlichen „Pegida“-Demonstrationen in Dresden ins Gespräch zu kommen. Für die Grünen ist das Bündnis dagegen kein Dialogpartner. Mehrere Verbände hatten es als rassistisch eingestuft.

#Pegida und Co im Netz

Im Internet werden die Demonstrationen des Pegida-Bündnisses bei Facebook und Twitter kontrovers diskutiert. In der vergangenen Woche verwendeten Twitter-Nutzer 36.000 Mal das Schlagwort #Pegida. Andere so genannte Hashtags wie „#Bogida“ (Bonn) oder „#Dügida“ (Düsseldorf) kamen hingegen nur selten vor. Auf Facebook gibt es mehrere Diskussions-Seiten, darunter „Pegida“ mit über 60.000 „Gefällt mir“-Klicks. Allerdings finden sich auch kritische Stimmen, ebenso Satireseiten wie „Hooligans Gegen Satzbau“. Eine Facebook-Seite, auf der Aufrufe zu Demonstrationen der Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“ („Hogesa“) verbreitet wurde, ist dagegen mittlerweile verschwunden.

dpa/dbr

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