Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Google+
Parteien kämpfen gegen Plakat-Vandalismus - Linke erstattet Anzeige

Parteien kämpfen gegen Plakat-Vandalismus - Linke erstattet Anzeige

Keine drei Wochen dauert es, bis die Dresdner bei der Bundestagswahl ihre Kreuzchen machen. So lange werben die Parteien noch um die Wähler. Doch das gestaltet sich mitunter schwierig.

Voriger Artikel
Steuerplus rettet den Dresdner Stadt-Etat
Nächster Artikel
OB Orosz kegelt Albertbrücke von der Tagesordnung des Stadtrates

Beschädigte Plakate hängen beispielsweise an der Kesselsdorfer und der Fritz-Löffler-Straße.

Quelle: Tanja Tröger

Denn hunderte Wahlplakate wurden bereits abgerissen oder beschmiert.

Frank Tiesler aus dem Wahlkampfteam von Arnold Vaatz (CDU) berichtet von dem Ausmaß der Beschädigung. „Fünf der 17 Großplakate, die für Arnold Vaatz werben, sind bereits beschädigt worden. In drei Fällen wurden die überdimensionalen Aufsteller umgeworfen“, sagt Tiesler. Die kleineren A1-Plakate würden teilweise auf einem ganzen Straßenzug, wie zum Beispiel auf der Bautzner Landstraße, abgerissen, so Tiesler. Bereits rund ein Drittel der 1000 A1-Plakate der CDU in Dresden seien dem Vandalismus zum Opfer gefallen.

Die Werbung wird von Unterstützern in diesen Fällen wieder neu aufgehängt. Die SPD verfolgt in der Reaktion ein anderes Konzept. „Wir lassen unsere Plakate von einer Firma aufhängen, die 14 Tage vor der Wahl die beschädigte  Wahlwerbung noch einmal neu platziert“, sagt der Geschäftsführer der Dresdner SPD-Geschäftsstelle Klaus Hirschnitz. Besonders in der Neustadt würden viele Plakate der SPD abgerissen, so Hirschnitz. Der Leiter der Geschäftsstelle der Linken, Ulrich Reinsch, fährt mittlerweile größere Geschütze auf. „Wir haben in einigen Fällen Anzeige erstattet“, sagt Reinsch. Rund 600 Plakate der Linken seien bereits Opfer von Attacken geworden. Bei den Grünen nimmt man die Situation gelassen. „Etwa zehn Prozent unser rund 1400 Plakate sind beschädigt worden.

Das gehört zum Wahlkampf dazu und es bringt nichts,  eshalb die Polizei zu behelligen“, sagt Grünen-Sprecher Michael Schmelich, der daran glaubt, dass die Schäden auf jugendliche Energie gepaart mit Alkoholkonsum zurückzuführen sind. Bestätigt wird diese Theorie durch die Polizeimitteilungen der vergangenen Wochen. Beispielsweise machten Polizisten am Sonntagmorgen zwei Männer im Alter von 24 und 26 Jahren dingfest, die mehrere Wahlplakate verschiedener Parteien in der Neustadt beschädigt hatten. Beide waren betrunken. Wie die Polizei mitteilt, sind bestimmte Parteien trotzdem  häufiger von Vandalismus betroffen. So wurden bis Ende August 97 beschädigte NPDPlakate polizeilich registriert. Bei den Grünen waren es dagegen nur drei.

Hauke Heuer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadtpolitik
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.