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Parkplatz-Not am Uniklinikum Dresden verschärft sich weiter

Parkplatz-Not am Uniklinikum Dresden verschärft sich weiter

Wer in diesen Tagen in das Dresdner Uniklinikum möchte, braucht einen langen Atem. Zugeparkte Gehwege, lärmende Baustellen und ein überfülltes Parkhaus - Parkplätze sind Mangelware, und das sorgt immer wieder für Ärger an dem großen Klinikum.

Die Situation verschärft sich nun zusätzlich: Durch den Ausbau der Fetscherstraße fallen Parkplätze weg. Für die verbliebenen Stellflächen müssen Pkw-Besitzer zudem jetzt Parkgebühren zahlen. "Das führt zu einer weiteren Verschlechterung der Parksituation", erklärte Holger Ostermeyer, Sprecher des Uniklinikums. "Alle möglichen Flächen sind völlig ausgereizt. Das Klinikum kann das während und nach dem Umbau der Fetscherstraße entstehende Parkplatzdefizit nicht ausgleichen."

Ostermeyer verweist auf die Stadtverwaltung. Für den Parkraum außerhalb des Geländes sei ausschließlich die Stadt verantwortlich "Das Klinikum hat keinerlei Einfluss auf die öffentlichen Stellflächen", erklärte Ostermeyer. Seit Jahren sei der Klinikumsvorstand mit der Stadtspitze im Gespräch, um die Parkplatzsituation zu verbessern. Bislang leider ohne Erfolg.

Auch der Vorstand des Uniklinikums, Michael Albrecht, äußerte sich kritisch. "Das Uniklinikum ist sehr daran interessiert, dass Patienten, Besucher und Mitarbeiter die Kliniken problemlos und bequem erreichen können. Mit dem aus eigenen Mitteln errichteten und betriebenen Parkhaus, den Stellplätzen auf dem Gelände sowie der Einführung des DVB-Jobtickets haben wir in den vergangenen Jahren alles getan, damit sich die schwierige Situation nicht weiter verschärft", sagte Albrecht. Parallel dazu habe das Klinikum die Stadtverwaltung in den vergangenen Jahren immer wieder auf die Problematik angesprochen. Mehr könne das Klinikum nicht leisten. Parkkapazitäten dürften nicht durch Krankenkassenbeiträge finanziert werden.

Die Parkplatz-Not sorgt immer wieder für Ärger, auch unter den Anwohnern des Klinikgeländes. "Es gibt regelmäßig Beschwerden", sagte Sprecher Ostermeyer. Dabei wurde bereits alles Mögliche unternommen. In dem neu gebauten Parkhaus stehen 500 Parkplätze zur Verfügung - eine Stunde kostet 50 Cent. Etwa 850 Mitarbeiter der über 5000 Angestellten nehmen ein Jobticket für die öffentlichen Verkehrsmittel in Anspruch. Es gibt Platz für etwa 2000 Fahrräder. Zudem halten Busse und Bahnen an sechs Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs. "Um die Erreichbarkeit zu verbessern, hat das Klinikum erreicht, dass die DVB-Buslinien 62 und 74 den Campus ansteuern", erklärte Ostermeyer. Je Fahrtrichtung steht dazu an zentraler Stelle des Geländes eine Haltestelle zur Verfügung. Auf dem Klinikgelände halten die Bahnlinien 6 und 12 und die Buslinien 62 und 74. Insgesamt gibt es auf dem Gelände des Uniklinikums und des angrenzenden Campus der medizinischen Fakultät nur 1300 Parkplätze. Diese sind zu Spitzenzeiten komplett ausgelastet.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.09.2012

Katrin Tominski

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