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Ortsbeirat billigt Pläne für zwei weitere Quartiere am Dresdner Neumarkt

Ortsbeirat billigt Pläne für zwei weitere Quartiere am Dresdner Neumarkt

Die Bebauung des westlichen Teils des Neumarktgebiets rückt näher. Gestern stimmte der Ortsbeirat Altstadt den B-Plänen der Stadt für zwei weitere Quartiere mehrheitlich zu.

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Wenn Quartier VII bebaut ist, ist die Blickbeziehung zwischen Schloßstraße und Frauenkirche passé.

Quelle: D. Flechtner

Von Stefan Schramm

Heute steht das Thema im Bauausschuss auf der Tagesordnung, der dazu eine endgültige Entscheidung treffen wird. Konkret geht es um das Quartier VI nordöstlich des Kulturpalasts zwischen Galerie-, Frauenstraße und Jüdenhof und ums Quartier VII. Das liegt nördlich des Kulturpalasts beidseits der Schössergasse und wird durch die Sporergasse im Norden, die Schloßstraße im Westen und den Jüdenhof im Osten begrenzt.

Quartier VI stand um das Jahr 2010 im Mittelpunkt der Kontroverse um einen möglichen Wiederaufbau des Gewandhauses, das rechteckig in den Neumarkt eingegriffen hätte. Diese Pläne sind vom Tisch, stattdessen soll das frühere Gewandhaus-Areal weitgehend begrünt werden. Im übrigen Teil des Quartiers ist unter anderem die Errichtung zweier Leitbauten geplant. Das Regimentshaus am Jüdenhof und das Dinglingerhaus an der Frauenstraße werden äußerlich originalgetreu wiederaufgebaut. "Wir wünschen uns auch, dass der Dinglingerbrunnen, der derzeit am Gewandhaushotel angebracht ist, wieder in den Dinglingerhof zurückkehrt", sprach Anja Heckmann vom Stadtplanungsamt gestern vorm Ortsbeirat eine Zielstellung aus.

Verzichten will das Amt dagegen darauf, den Investoren die 1840 von Gottfried Semper entworfene Umgestaltung des Erdgeschosses von Quartier VI in eine Ladenzeile mit großen Fensterflächen vorzuschreiben. Wann es wirklich losgehen soll, ist fraglich. Zuletzt hatte Investor Kondor Wessels das Nachsehen, weil ein anderes Projekt der Stadt mehr Geld bringt. Fest steht: Beide Quartiere bekommen Tiefgaragen, deren Zufahrten an der Galeriestraße und der Rosmaringasse liegen. Durch die Nachbarschaft zum Kulturpalast, in dem regelmäßig Konzerte veranstaltet werden, seien außerdem Maßnahmen zum Lärmschutz notwendig.

Auch im Quartier VII reifen nun die Ideen für eine Wiederbebauung. Als Leitbauten sind dort laut B-Plan die Gebäude Galeriestraße 18, Sporergasse 2 (Triersches Haus), Schössergasse 25 (Caesarscbes Haus) und das Durchhaus Schloßstraße 24 geplant, die Denkmalschützer allesamt als kulturhistorisch und architektonisch wertvoll einschätzen. Zudem sollen fünf weitere Bauten, unter ihnen das Fürstliche Haus an der Schloßstraße 30, Leitfassaden erhalten.

Für Kritik bei den Ortsbeiräten sorgte die den Investoren im B-Plan offen gehaltene Option, die Gebäude auf der Südseite von Quartier VII teils mit Flachdächern auszustatten, um einen Übergang zum Kulturpalast zu schaffen. "Das wird wieder für lange Diskussionen sorgen. Besonders ein Flachdach an der Ecke Schloßstraße halte ich für gewagt", bekräftigte Torsten Kulke von der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND), die für traditionelle Dächer, zum Beispiel in Mansardenform, eintritt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.07.2012

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