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Ortsbeirat Neustadt bekennt sich zu BRN-Lustgarten auf Russensportplatz: Finanzausschuss hat letztes Wort

Ortsbeirat Neustadt bekennt sich zu BRN-Lustgarten auf Russensportplatz: Finanzausschuss hat letztes Wort

Der Ortsbeirat Neustadt bekennt sich zu einer Nutzung des ehemaligen „Russensportplatzes“ als Ausweichort für den Lustgarten der Bunten Republik Neustadt.

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Quelle: Julia Vollmer

In seiner Sitzung am Dienstagabend stimmten die Mitglieder mit großer Mehrheit für einen entsprechenden Antrag der Grünen, Linken und SPD.Die Grünen-Stadtratsfraktion setzt sich für die Nutzung des „Russensportplatzes“ als Domizil für den diesjährigen Lustgarten ein, der von seinem angestammten Quartier an der Böhmischen Straße aufgrund von Bauarbeiten weichen muss.

„Wir wollen mit dem Lustgarten weiterhin eine Oase bleiben, um im Trubel der BRN kurz innehalten zu können und der Musik lauschen zu können“, beschreibt Kultur-Aktiv-Sprecher und Lustgarten-Initiator Mirko Sennewald sein Konzept. Mit dem Wegfall der Aluna-Bühne und der Freifläche des heutigen Louisengrüns habe die BRN viele Rückzugsorten verloren. Es drohe eine verminderte Aufenthaltsqualität und eine noch stärkere Stauung des Besucherstroms auf den Straßen.Der Lustgarten würde im Falle einer Genehmigung autark vom Festgeschehen ablaufen, Kultur Aktiv würde selbst eine Securityfirma beauftragen und sich um Toiletten und Müllentsorgung kümmern.

Der Abstimmung war eine Debatte über die Sicherheit der Lustgartenbesucher zuvor gegangen. Sowohl Ordnungsamt als auch das Grünflächenamt hatten Bedenken hinsichtlich der Begehbarkeit und der Absicherung des Geländes am Rande des Alaunparks geäußert. Jörg Lange vom Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft gab zu bedenken, dass im aktuellen Haushalt keine Mittel für die Nutzbarmachung des Geländes eingestellt seien.

Auch der Revierleiter des Polizeirevier Dresden-Neustadt Thomas Wurche sah die Nutzung der Westerweiterung des Alaunparkes kritisch. Die Polizei sei beim Einsatz auf dem BRN-Gelände schon im vergangenen Jahr an die personellen Grenzen gestoßen und habe Bedenken durch die aus ihrer Sicht „Erweiterung des Festgeländes“ dem Besucherstrom nicht mehr Herr zu werden.Neustadt-Ortsamtsleiter André Barth hatte am Dienstagabend auch einen alternativen Vorschlag im Gepäck.

Das Gelände hinter der Königsbrücker Straße 8, in dem die Jugendgerichtshilfe residiert, eigne sich ebenso als Ausweichort für den Lustgarten argumentiert Barth. „Wir können noch keinen vollständigen Haken hinter diesen Vorschlag machen, da das Gelände noch abschließend geprüft werden muss. Aber die Strom- und Wasserversorgung wäre lösbar“, bekräftigt der Ortsamtsleiter. Der Vorschlag, die Königsbrücker Straße 8 nutzen zu können, gab der Ortsbeirat als Ergänzungsantrag an den Finanzausschuss weiter. Am 27. April soll der Finanzausschuss über den Antrag entscheiden

jv

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