Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Google+
Nur wenige Dresdner fiebern mit US-Wahl mit – Jubeln mit Präsident Obama

Nur wenige Dresdner fiebern mit US-Wahl mit – Jubeln mit Präsident Obama

Auch in Dresden haben einige Nachtschwärmer die US-Präsidentenwahl engagiert verfolgt. Auf Wahlpartys sowie privat machten Dresdner die Nacht durch und verfolgten das spannende Rennen zwischen Amtsinhaber Barrack Obama und seinem Herausforderer Mitt Romney.

Voriger Artikel
Neues Finanzloch für Dresden: Laut Steuerschätzung fehlen bis 2017 rund 120 Millionen Euro
Nächster Artikel
Steuerlücke in Dresden: "Finanzpolitisches Kartenhaus der Oberbürgermeisterin ist zusammengebrochen"

Jessica studiert in Dresden, kommt aber aus den USA. Sie fieberte mit Obama.

Quelle: Stephan Lohse

DNN-Online hat sich auf den offiziellen Wahlpartys in der Stadt umgesehen.

php3ecf53b09f201211070446.jpg

Wahlparty im Gutzkowclub.

Zur Bildergalerie

+++Mitternacht+++

Im Gutzkowclub nahe der HTW trudeln die ersten Zahlen ein. Diese werden noch eher desinteressiert verfolgt. Vor allem US-Amerikaner, die in Dresden studieren, haben sich hier eingefunden. Darunter mischen sich auch einige Deutsche, ein Teil ist nach dem Champions-League-Spiel zwischen Dortmund und Madrid hängen geblieben. Unter der Leinwand hängt eine US-Fahne. Die Meinung der Anwesenden ist klar: Fast alle im Raum drücken Obama die Daumen.

+++Mittwoch, 0.30 Uhr+++

Im Bistro Ecke Frauenkirche, das zum Hilton-Hotel gehört, wurde für die US-Wahl kräftig geschmückt. Stars and Stripes dominieren den Raum, von den Girlanden bis zu den Tischdeckchen. Selbst die Mitarbeiter tragen hosenträger in blau-weiß-rot. Die Stimmung hält sich aber in Grenzen. Nur ein Teil der Gäste schaut auf die Bildschirme. Doch noch geht es ja auch nicht richtig los.

+++1.30 Uhr+++

phpac14SN20121107045408.jpg

Rund 40 Dresdner Jusos verfolgten die Wahl in der "Genossenschaft".

Quelle: Stephan Lohse

Im Keller der Genossenschaft verfolgen rund 40 Jusos den Urnengang der Amerikaner. Mit einem Quiz zur Geschichte der USA haben sie sich die Zeit vertrieben. Jetzt wird geplaudert und über die ersten Zahlen gefachsimpelt. Über „Exit Polls“ und deren Tücken wird gesprochen, erste Ergebnisse diskutiert. Romney führt mit 18:3 Wahlmännern.

+++2 Uhr+++

„Das wird eine lange Nacht“, fürchtet der Dresdner Juso-Chef Stefan Engel. Auf mehreren Tablet-PCs und Smartphones werden einzelne Wahlkreise begutachtet. Vor allem in Florida wird wohl eng werden. „Am Ende zählen die bis Mittag“, meint ein Anwesender.

+++2.30 Uhr+++

„To close to call“ – zu eng, um einen Sieger zu küren: Der Satz der englischsprachigen Kommentatoren dürfte der meistgesagte der Wahlnacht sein. In Florida wechselt die Führung teils im Minutentakt hin und her. „Holt Obama Florida, dann reichts“, hoffen die Jusos. Inzwischen sind noch rund 20 Leute vor Ort. „Mal sehen, wie lange es heute noch geht“, sagt Stefan Engel.

+++2.45 Uhr+++

phptxRd9020121107045525.jpg

Schmuck zur US-Wahl

Quelle: Stephan Lohse

Im Hilton-Bistro beginnen die Kellner bereits mit dem Aufräumen. Die Zahl der Gäste ist einstellig, davon schauen nicht alle die Wahl. Auf den Bildschirmen läuft das ZDF, Außenminister Guido Westerwelle spricht – die Besucher bitten das Personal, zu CNN umzuschalten.

+++3 Uhr+++

Pünktlich zur vollen Stunde veröffentlicht CNN die neuesten Prognosen. Im Gutzkowclub wird laut gestöhnt, als gleich vier Staaten rot aufleuchten – Sie gehen an Mitt Romney. Dass es sich um Staaten wie Texas handelt, in denen Obama von Anfang an keine Chance hatte, ist ihnen egal. Umso lauter ist der Jubel, als drei Staaten an den Präsidenten gehen.

+++3.30 Uhr+++

Auch wenn die Wahl weiter spannend bleibt: Die Müdigkeit wird bei manchen stärker. „You are going home? It’s election so close“, ruft Charles einer Freundin hinterher. Noch halten 20 Leute im Studentenclub aus, kommentieren jede Zahl und freuen sich über jede Stimme für Obama. Auch Jessica, die mit einem Schal in US-Flaggen-Optik durch den Raum läuft, will definitiv noch nicht ins Bett. Sie will wissen, wer künftig ihr Präsident ist.

+++4.15 Uhr+++

Die Wahl-Präsentation der US-Fernsehsender kann am besten mit einem Wort beschrieben werden: Reizüberflutung. Dutzende Bundesstaaten müssen ausgezählt werden, zudem werden Senat und Repräsentantenhaus gewählt. Das bedeutet Zahlen über Zahlen, die von den US-Journalisten in teils irrwitzigem Tempo gemischt, kommentiert und analysiert werden. So manchem deutschen Zuschauer wird da schwindlig im Kopf. Man schaut lieber noch mal nach, ob man den Auszählungsstand in Florida richtig gelesen hat.

+++5 Uhr+++

Noch immer wird in den USA gezählt. Barrack Obama ist dem Sieg zwar inzwischen ganz nah, aber noch immer ist nichts entschieden – auch in Dresden wird weiter ausgeharrt. Bei den Wahlpartys brennt noch immer Licht. Dabei könnte es passieren, dass in Ohio wie Florida heute noch gar kein Ergebnis veröffentlicht werden kann. Wir wünschen einen Guten Morgen!

+++5:20 Uhr+++

Auf einmal geht alles ganz schnell und nicht nur in der Genossenschaft wird gejubelt. Die großen US-Fernsehsender legen sich fest: Obama hat gewonnen. Dank großer Staaten wie Kalifornien und dem Sieg in Ohio der jetzt sicher scheint. Die Hoffnungen der Dresdner Obama-Fans sind erfüllt, "ihr" Kandidat hat gesiegt.

sl

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadtpolitik
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.