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Neues Technisches Rathaus in Dresden: Keine Mehrheit für die Lingnerstadt als Standort

Neues Technisches Rathaus in Dresden: Keine Mehrheit für die Lingnerstadt als Standort

"Das neue Technische Rathaus - eine Chance für die Lingnerstadt": Damit wirbt die TLG Immobilien GmbH für den Umbau des früheren Robotron-Atriums (St. Petersburger Straße 15) in das neue Verwaltungszentrum der Stadt.

Bislang standen die Chancen gut dafür. Die Verwaltung gab der TLG den Vorzug vor dem WTC, eine Mehrheit im Stadtrat galt als sicher. Seit gestern ist klar: Es gibt keine Mehrheit mehr für den Standort Lingnerstadt.

Die Grünen schwenkten gestern um auf den Ferdinandplatz als favorisierte Lösung. "Wir können der Lingnerstadt nicht mehr zustimmen. Die Qualität der Verwaltungsvorlage ist problematisch, die Kosten und Risiken sind uns zu hoch", sagte Jens Hoffsommer. Stadtratskollege Thomas Löser wurde konkret: Die Baubeschreibung sei zu schlecht, auch habe der Personalrat Bedenken. Der Mietpreis sei nicht endgültig und zu hoch, der Zuschnitt der Zimmer unglücklich. Auch die Frage der Altlastenprobleme sei nicht geklärt. Das Wichtigste aber sei, es fehle ein Konzept darüber, was die Verwaltung wirklich brauche. "Wir wollen einen neuen, realistischen Vergleich zwischen Ferdinandplatz und dem Wiener Platz", so Löser.

Das "Wiener Loch" wird seit kurzem auch von der CDU-Fraktion wieder favorisiert. Dort könne man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, meinte Fraktionschef Georg Böhme-Korn gestern im Vorfeld der heutigen Stadtratssitzung darüber. Die Stadt bekäme endlich ihr neues Verwaltungszentrum und das Loch würde gefüllt. "Eine bessere Anbindung für die Bürger als an diesem Platz vor dem Hauptbahnhof gibt es nicht", sagte Böhme-Korn. Das neue Rathaus an dieser Stelle sei gleichzeitig ein dringend benötigter Passanten-Frequenz-Bringer für die Prager Straße, so der CDU-Chef.

Das sehen SPD und Linke anders. "Wirtschaftlich stimmt das Angebot für das Bürohaus im Lingnerareal", fasst Stadtrat Tilo Wirtz für die Linke zusammen. Die Nähe zum Rathaus am Külz-Ring stehe für kurze Wege, auch werde ein altes Gebäude einer neuen Nutzung zugeführt. Wenn der Stadtrat das unterbreitete Angebot akzeptiere, könne die Stadt noch von den relativ preiswerten Büromieten in Dresden profitieren. Ralf Redemund

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.11.2011

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