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Neue Tafel für Dresdner Revolutionsweg – Initiative „8. Oktober“ ehrt türkische Taksim-Demonstranten

Neue Tafel für Dresdner Revolutionsweg – Initiative „8. Oktober“ ehrt türkische Taksim-Demonstranten

Der Dresdner Revolutionsweg nimmt langsam Gestalt an. Am 8. Oktober, dem 23. Jahrestag der geschichtsträchtigen Demonstrationen, die den Anfang vom Ende der DDR-Diktatur in Dresden einläuteten, wird um 18 Uhr am Portal C der Kreuzkirche die zweite Informationstafel des Revolutionsweges enthüllt.

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Harald Brettschneider zeigt die Schwerter-zu-Pflugscharen-Plakette, die an die Taksim-Demonstranten übergeben werden sollen.

Quelle: Hauke Heuer

Sie zeigt ein Foto der ersten Bürgerversammlung in Dresden am 9. Oktober 1989 in der Kreuzkirche. Die erste Tafel hängt seit Sommer vergangenen Jahres an der Katholischen Hofkirche.

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Dieses Motiv vom Friedensgebet am 9. Oktober 1989 soll die Tafel an der Kreuzkirche zieren.

Quelle:

Viele weitere Gedenktafeln sollen den Revolutionsweg, der insgesamt 17 Orte kenntlich machen wird, bis Ende des Jahres an verschiedenen für die Vorgänge von 1989 bedeutsamen Orten vervollständigen. Wie Kulturbürgermeister Ralf Lunau (parteilos) mitteilt, werden noch in diesem Jahr Schautafeln an der Versöhnungskirche, der Christuskirche, dem Hauptbahnhof, der Prager Straße und der Cockerwiese aufgehängt.

Wenn es nach der Stadt und den Mitgliedern des Initiativkreises „8. Oktober“, die das Projekt entwickelt haben und vorantreiben, geht, soll der Revolutionsweg nicht alleine in weiter Flur stehen. Eine vom Stadtrat beauftragte Gestaltungskommission arbeitet derzeit an einem Vermittlungskonzept, das unterschiedliche Zielgruppen anspricht. So sollen neben Führungen, die angeboten werden, auch QR-Codes auf den Tafeln prangen, die als Link zu einer multimedialen Plattform dienen, die weitere Inhalte zum Thema bereithält.

Die Initiative 8. Oktober will sich am Tag der Tafel-Enthüllung nicht nur auf ihr Engagement zum Revolutionsweg beschränken, sondern auch die Demonstranten des Taksim Platzes in Istanbul symbolisch mit einer Schwerter-zu-Pflugscharen-Plakette ehren. „Die Ereignisse von 1989 haben gezeigt, dass ein Konflikt zwischen dem Volk und einem Staat auch auf friedlichem Wege gelöst werden kann. Wir möchten mit der Plakette die türkischen Aktivisten ehren, die sich genauso wie wir damals für den friedlichen Protest entschieden haben“, sagt Initiativmitglied Harald Bretschneider. Noch in diesem Jahr soll die Plakette an Erdem Gündüz, der durch seinen Schweigeprotest auf dem Taksim Platz berühmt geworden ist,  und andere Demonstranten übergeben werden. „Wir hoffen, dass die Plakette trotz der Repressalien in der Türkei in den Boden des Taksim Platzes eingelassen werden kann“, sagt Bretschneider.

Hauke Heuer

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