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Neue Dresdner Gleichstellungsbeauftragte präsentiert ihre Arbeitsschwerpunkte

Neue Dresdner Gleichstellungsbeauftragte präsentiert ihre Arbeitsschwerpunkte

Die neue Gleichstellungsbeauftragte für Frau und Mann der Stadt Dresden, Dr. Alexandra-Kathrin Stanislaw-Kemenah, hat am Dienstag die Schwerpunktthemen ihrer zukünftigen Arbeit vorgestellt.

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Dr. Alexandra-Kathrin Stanislaw-Kemenah ist die neue Dresdner Gleichstellungsbeauftragte.

Quelle: Tanja Tröger

Am 1. Januar 2012 löste Stanislaw-Kemenah die bisherige Gleichstellungsbeauftragte Kristina Winkler ab, die sich zunächst ihrer Masterarbeit und ab 2013 neuen beruflichen Herausforderungen widmen will.

Stanislaw-Kemenah will nicht nur eine „Frauenbeauftragte" sein, sondern sich um die Gleichstellung von Männern und Frauen bemühen. Damit setzt sie die Arbeit ihrer Vorgängerin fort. Ihre Aufgabe sei es, darauf zu achten, dass keine Entscheidung der Stadt Dresden kurz- oder langfristig ein Geschlecht benachteilige oder bevorzuge, erläuterte Stanislaw-Kemenah. So sollen das Grundrecht der Gleichberechtigung und die Chancengleichheit von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen verwirklicht werden.

„Ganz wichtig ist mir, dass wir für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt da sind", betonte die neue Gleichstellungsbeauftragte, die über ein jährliches Budget von 478.000 Euro verfügt. Dienstags und donnerstags jeweils 9 bis 18 Uhr beraten sie und ihre Mitarbeiterinnen zu allen Fragen der Gleichberechtigung und vermitteln an die zuständigen Stellen.

Als thematischen Schwerpunkt nannte Stanislaw-Kemenah die Arbeitsmarktpolitik. Um Beruf und Familie leichter vereinbaren zu können, sollen vor allem Alleinerziehende unterstützt werden. Dazu wurde 2011 das Alleinerziehenden Netzwerk Dresden gegründet. Das Projekt wird vom Europäischen Sozialfonds kofinanziert. Auch das Thema Frauen in Führungspositionen interessiere sie sehr, so die 44-Jährige. In Dresden gebe es etwa 3600 Unternehmen, die von Frauen geführt werden. Um sich in der Diskussion um eine Frauenquote positionieren zu können, müssten diese jedoch intensiver statistisch untersucht werden.

Die schlechtere Bezahlung von Arbeitnehmerinnen sei ebenfalls ein zentrales Thema: Knapp 30 Prozent beträgt der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen derzeit. Aus diesem Grund moderiert die Gleichstellungsbeauftragte am 23. März eine Podiumsdiskussion anlässlich des Equal Pay Day. Dieser Tag markiert das Ende des Zeitraumes, den Frauen über den Jahreswechsel hinaus länger arbeiten müssen, um das durchschnittliche Vorjahresgehalt von Männern zu erreichen.

Damit Mädchen typische Männerberufe kennenlernen und Jungen in weiblich dominierte Branchen hineinschnuppern können, richtet die Stadt Dresden am 26. April 2012 wieder den Girls' und Boys' Day aus. Beide Informationstage verzeichneten seit Jahren steigende Teilnehmerzahlen, so Stanislaw-Kemenah. „Beim Boys' Day ist Dresden federführend, den haben wir 2005 noch vor der bundesweiten Einführung veranstaltet und sind dafür 2006 auch ausgezeichnet worden."

Weitere Arbeitsschwerpunkte sieht die neue Gleichstellungsbeauftragte im Kulturbereich und in der Stadtentwicklung. So müsse bei der Gestaltung des öffentlichen Raumes berücksichtigt werden, dass Frauen und Männer unterschiedliche Sicherheitsbedürfnisse haben, sagte Stanislaw-Kemenah. Die Wissenschaftlerin wünscht sich zudem, dass die Lebensleistungen von Dresdner Frauen besser dargestellt und Frauenbiographien intensiver erforscht werden.

Für dieses Jahr plant Dresden zudem, der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern beizutreten.

Zur Person: Dr. Alexandra-Kathrin Stanislaw-Kemenah stammt aus dem Kreis Hannover, ist Jahrgang 1967 und gelernte Industriekauffrau. In Münster studierte sie Romanistik, Mittlere und Neuere Geschichte sowie Musikwissenschaften. An der TU Dresden promovierte sie im Fachbereich Geschichte. Stanislaw-Kemenah war als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Dresden und beim Frauenstadtarchiv Dresden tätig. Außerdem arbeitete sie als Leiterin und Bildungsreferentin der Landesstelle für Frauenbildung und Projektberatung. Für die frühere Gleichstellungsbeauftragte war die Wissenschaftlerin auf Honorarbasis tätig und erstellte Studien. Stanislaw-Kemenah ist verheiratet.

ttr

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