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Nazis wollen sich an Menschenkette beteiligen - TU-Rektor: kein Platz für radikales Gedankengut

Nazis wollen sich an Menschenkette beteiligen - TU-Rektor: kein Platz für radikales Gedankengut

Februar erhält ungewollte Unterstützung: Auf ihrer Homepage ruft die rechtsextreme Junge Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) dazu auf, sich an der eigentlich gegen rechts gerichteten Veranstaltung zu beteiligen.

Die Menschenkette am 13. „Auch wir wollen uns natürlich als Bürger und Gäste von Dresden diesem Aufruf nicht verwehren und somit zum Gelingen beitragen", heißt es von der JLO, die für den gleichen Tag eine „Gedenkveranstaltung" angemeldet hat, die sich „gegen Krieg, Vertreibung und Bombenterror" richtet.

„Es ist eine Methode, Angst zu schüren", urteilt Jens Wittig, Sprecher des Vereins Bürger Courage. Er ruft die Dresdner auf, eben keine Angst zu zeigen und sich umso zahlreicher an der Menschenkette zu beteiligen. Der Aufruf richte sich eindeutig gegen Nazis, stellt Wittig klar. Die JLO zitiert auf ihrer Internetpräsenz nur einen kleinen Auszug.

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Vom Rathaus aus geht es nach rechts, die Ringstraße entlang.

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Es sei natürlich nicht möglich, in die Köpfe der Menschen zu schauen, so den Dresdnern aber auffalle, dass sich Nazis in die Kette einreihen, sollen die friedlichen Landeshauptstädter zeigen, dass die Rechten unerwünscht sind, hofft Wittig.

„Mit der Menschenkette wollen wir der Zerstörung Dresdens vor 66 Jahren gedenken, vor allem aber auch ein unmissverständliches Zeichen gegen Rechtsextremismus, gegen jede Form von Gewalt und Ausländerfeindlichkeit sowie für Weltoffenheit setzen. Alle Menschen, die mit uns gemeinsam zeigen wollen, dass hier kein Platz für radikales Gedankengut ist, sind eingeladen, sich mit uns in die Menschenkette einzureihen. Damit sollte auch klar sein, wer in dieser Menschenkette nicht willkommen ist", äußerte sich TU-Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen, der im Namen des Bündnisses für die Menschenkette die Veranstaltung angemeldet hatte.

Auch die evangelische Kirche, die zu den ersten Unterzeichnern des Aufrufs gehört, will weiterhin für eine Teilnahme an der friedlichen und demokratischen Aktion werben. Matthias Oelke, Sprecher des Landeskirchenamtes betonte noch einmal die „Tradition des friedlichen Protestes für Demokratie".

Wie bereits im Vorjahr werden am 13. Februar etwa 10.000 Teilnehmer zur Menschenkette gegen Rechts erwartet. Unter dem Motto „Erinnern und Handeln. Für mein Dresden" soll die Menschenkette den gemeinsamen Willen der Dresdnerinnen und Dresdner ausdrücken, ihr Erinnern mit dem Bekenntnis zu Frieden, Demokratie und Menschenrechten zu verbinden, heißt es im Aufruf. „Wie ein symbolischer Schutzwall soll sie die Dresdner Innenstadt umschließen und als Symbol friedlichen Erinnerns und Mahnens wie auch als ein klares und starkes Zeichen gegen die Vereinnahmung dieses Gedenkens durch Rechtsextreme wirken."

sl

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