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Nazis scheitern in Dresden und weichen nach Leipzig aus - Messestadt erlässt Verbot

Nazis scheitern in Dresden und weichen nach Leipzig aus - Messestadt erlässt Verbot

Dresden. Nach dem gescheiterten Neonazi-Aufmarsch am Samstag in Dresden sind rund 250 bis 500 Rechtsextreme mit dem Zug nach Leipzig ausgewichen und auch dort gescheitert.

Etwa 500 Nazis waren 18.23 Uhr auf dem Leipziger Hauptbahnhof angekommen. Wie ein Augenzeuge berichtete, wurden die Rechten von der Bundespolizei und anwesenden Gegendemonstranten am Bahnsteig empfangen. Die Beamten schirmten beide Lager voneinander ab.

Zu einer von den Nazis beabsichtigten Kundgebung oder Demonstration in der Messestadt kam es allerdings nicht. Polizeipräsident Horst Wawrzynski sprach auf Grund polizeilichen Notstands umgehend ein Demonstrations- und Aufenthaltsverbot für die Rechtsextremen aus. Diese wurden aufgefordert, die Stadt wieder zu verlassen.Im Laufe des Abends lösten sich die Gruppen langsam auf. Laut Wawrzynski bestand die Problematik darin, die Neonazis auf verschiedene Züge für die Heimfahrt nach Halle, Dresden, Berlin und Chemnitz aufzuteilen. Aus Leipzig stammende Rechtsextreme wurden von der Polizei aus dem Bahnhof begleitet.

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Polizeilicher Notstand: Hunderte Neonazis aus Dresden scheitern mit Spontandemo in Leipzig

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Einer Mitteilung der Polizei zufolge kam es später am Abend im Leipziger Stadtgebiet zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen rechts- und linksgerichteten Personen, die von den Beamten aber unterbunden werden konnten. Vereinzelt sei es zu Sachbeschädigungen gekommen.

Zuvor hatten sich deutlich weniger als die angekündigten 4.000 Rechtsradikalen in Dresden versammelt. Am Startpunkt der von der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) angemeldeten Demonstration hatten sich lediglich etwa 600 Personen eingefunden. Bei der Kundgebung am Nürnberger Platz sprechen Augenzeugen von deutlich weniger als 100 Teilnehmern.

Allerdings waren in Löbtau etwa 200 bis 400 Nazis und in Dresden-Plauen insgesamt 700 Rechtsradikale aufmarschiert. In Plauen kam es am Nachmittag in der Klingenberger Straße kurzzeitig zu Zusammenstößen mit Linksautonomen, welche die Polizei nur mit zusätzlichen Einsatzkräften unter Kontrolle bringen konnte. Bis zum Abend war die Situation angespannt. Die Rechtsextremen sprachen im Internet von angeblich 7000 Nazis, die unerkannt in Dresden unterwegs seien. Die tatsächliche Zahl lag aber deutlich darunter.

Einzelne Quellen berichteten am Samstag von vier durch Messerstiche Verletzten im Regionalzug aus Zittau, Täter sollen Rechte sein. Die Bundespolizei konnte dies bis zum Sonntag auf Anfrage nicht bestätigen.

sl / dpa / ahr

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