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"Nachttanzdemo" der Linksjugend Dresden wird durch Sitzblockade gestoppt

"Nachttanzdemo" der Linksjugend Dresden wird durch Sitzblockade gestoppt

Rund 200 Teilnehmer zogen am Donnerstagabend bei der „Nachttanzdemo“ der Linksjugend Dresden durch die Neustadt. Gestoppt wurde die Veranstaltung von rund zehn Gegendemonstranten, die den geplanten Demonstrationsweg mit einer Sitzblockade an der Kamenzerstraße Ecke Louisenstraße versperrten.

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Rund 200 Teilnehmer beteiligten sich an der "Nachttanzdemo" der Linksjugend Dresden. Wegen einer Sitzblockade wurde die Veranstaltung frühzeitig beendet.

Quelle: Dominik Brüggemann

Sie hielten die Veranstaltung der Linksjungend für inhaltsleer, argumentierten die Blockadeteilnehmer. „Da wir Sitzblockaden als legitimes Mittel ansehen, haben wir uns an dieser Stelle für den Abbruch der Nachttanzdemo entschieden“, teilte Silvio Lang, Jugendpolitischer Sprecher der Linksjugend, gegenüber DNN-Online mit. Die Polizei, die den Umzug absicherte, bot laut Lang auch die Räumung der Blockade an. Da die Demo friedlich und ohne Gewalt ablaufen sollte, habe man sich gegen diesen Weg entschieden.

Zuvor hatte Julia Bonk (die Linke), Mitglied des Landtages und Unterstützerin der Veranstaltung, in einer Rede die Notwendigkeit der Tanzdemo begründet: „Nicht alle Freiflächen sollen zu Einkaufsflächen umgewandelt werden“, forderte sie anschaulich im Sinne des Mottos „Reclaim the street“. Das Gefühl von einem grünen Stadtteil solle unbedingt erhalten bleiben. Offenbar sei es das einzige Stadtentwicklungskonzept, Einkaufszentren zu bauen, mahnte die Landespolitikerin zu Beginn der Demo am Jorge-Gomondai-Platz.

Ein weiteres Anliegen war der Protest gegen Neonazis. „Wir müssen weiter ein klares Zeichen gegen Nazis setzen“, so Bonk in ihrer Ansprache. Zu lange sei das Problem in Dresden stillschweigend beäugt worden. Laut Ankündigung richtete sich die Veranstaltung gegen jegliche menschenverachtenden Ideologien, ob sexistisch, antisemitisch oder homophob. Dass der Tanz durch die Stadt diese Probleme nicht lösen kann, räumte Bonk ein. „Aber es zeigt, dass Engagement auch Spaß machen kann“. Unterstützt wurde die Demo unter anderem durch den Stura der TU Dresden und dem Neustädter Ortsverband der Dresdner Piratenpartei.

dbr

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