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Nach Juni-Flut: Aufbauplan für 83 Millionen Euro in Dresden

Nach Juni-Flut: Aufbauplan für 83 Millionen Euro in Dresden

Der Stadtrat berät heute über einen millionenschweren Wiederaufbauplan, um die Schäden zu beseitigen, die das Juni-Hochwasser 2013 an städtischen Einrichtungen angerichtet hat.

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Die Augustusbrücke gehört mit einem Reparaturbedarf von über 17 Millionen Euro zu den größten Brocken im Wiederaufbauprogramm.

Quelle: Arno Burgi /dpa

Von Heiko Weckbrodt

Der Plan umfasst rund 270 Einzelprojekte vom Schulkeller bis zur Augustusbrücke mit einem Gesamtvolumen von 82,78 Millionen Euro. Den allergrößten Teil der Gelder gibt das Land. Teilprojekte, die der Freistaat als nicht förderfähig eingestuft hatte, will die Stadtspitze aus einem 10,8 Millionen Euro großen Etat nehmen, der extra für Fluthilfen und -reparaturen reserviert worden war.

Insgesamt hatten die Schätzer nach der Juniflut die Schäden am städtischen Eigentum und an den Immobilien ihrer Unternehmen auf rund 100 Millionen Euro veranschlagt. Davon werden die Versicherungen etwa zehn Millionen Euro bezahlen, so die aktuelle Rathaus-Prognose. Dies betrifft insbesondere Schäden an der Energieversorgungs-Infrastruktur der Drewag, die daher nicht im Aufbauprogramm auftauchen.

Einige Schäden sind bereits seit dem Sommer behoben worden, ein Großteil steht indes noch aus. Zu den größten Einzelprojekten gehört die Augustusbrücke, die für über 17 Millionen Euro saniert wird. Die SPD-Fraktion hat nun vorgeschlagen, dies gleich zu nutzen, um die Brücke fußgänger- und radfahrerfreundlicher umzugestalten. Die Feinplanungen stehen dafür aber noch aus.

Neben diesen aktuellen Flutreparaturen beschäftigen sich die Stadträte heute auch mit den Nachwehen des Jahrhundert-Hochwassers von 2002. Dabei geht es allerdings um Vorsorge statt Reparatur. Rathaus und Landestalsperrenverwaltung haben nun einen Vertrag ausgehandelt, laut dem ein weiterer Abschnitt der Weißeritz in Löbtau so ausgebaut wird, dass das Flussbett einem Hochwasser standhält, wie es im Schnitt aller 200 Jahre anrauscht. Realisiert werden soll dieser Abschnitt zwischen Freiberger und Oederaner Straße ab 2015 bis 2020. Die Stadt muss dafür 4,3 Millionen Euro zuschießen, weil sie über die Landespläne hinaus eine Ertüchtigung des Flussbettes auch für ein Hochwasser à la August 2002 wünschte. Wie für den Wiederaufbauplan wird auch hier eine breite Mehrheit im Stadtrat erwartet. Allerdings haben die Grünen Bedenken: Man sei skeptisch, ob der Flussausbau nicht etwas überdimensioniert sei, meinte Grünen-Stadträtin Gerit Thomas. Die SPD fordert derweil, endlich die Flutschutz-Pläne für Laubegast voranzutreiben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.12.2013

Heiko Weckbrodt

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