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NPD darf nicht direkt vor Dresdner Moschee demonstrieren - Stadt wappnet sich für Protest gegen „Brandstifter“

NPD darf nicht direkt vor Dresdner Moschee demonstrieren - Stadt wappnet sich für Protest gegen „Brandstifter“

Dresden. Wenn die NPD am Donnerstag in Dresden gegen die angebliche Islamisierung Sachsens demonstrieren will, soll ihr ein breites Protestbündnis aus der Mitte der Gesellschaft entgegentreten, haben verschiedene Gruppen angekündigt.

Vor allem vor dem Ausländerwohnheim in der Florian-Geyer-Straße soll den Rechtsextremen gezeigt werden, dass in Dresden kein Platz für Ressentiments ist.

„Gegenwehr und klare Worte gegen Rassismus sind nötig, gerade auch, weil viele rassistische Vorurteile von Teilen der Bevölkerung geteilt werden“, argumentiert Christian Demuth vom Verein Bürger Courage. Bunt, lautstark und fröhlich soll der Protest gegen die sogenannte „Brandstifter-Tour“ der NPD sein, sagt auch das Dresdner Netzwerk Asyl, Migration, Flucht. Es gehe darum, mit den Anwohnern Solidarität zu zeigen.

Die Stadt selber will gemeinsam mit dem Ausländerrat Dresden mit einem bunten Familienfest am Johannstädter Kulturtreff in der Elisenstraße Präsenz zeigen. „Im Johannstädter Kulturtreff werden wir zeigen, dass egal wo wir geboren sind und egal woran wir glauben, eines uns verbindet: Wir sind alle Dresdnerinnen und Dresdner“, sagte Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU), die selbst dabei sein will.

Auch vor der Fatih-Camiine-Moschee in Dresden Cotta, wo die NPD ebenfalls eine Demo angezeigt hat, wollen sich Dresdner den Rechten entgegenstellen. Unter anderem haben hier der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und eine Bürgerinitiative des Stadtteils angekündigt, gegen die Rechtsextremen Stellung zu beziehen. Dabei darf die NPD nicht wie gewünscht direkt vor dem Eingang der Moschee aufmarschieren. Zudem werde gewährleistet, dass es während der Gebetszeiten nicht zu akustischen Störungen durch die NPD kommt, teilte Rathaussprecher Kai Schulz auf Anfrage von DNN-Online mit.

In ihrem Engagement gegen den Aufmarsch der Rechten stecken die Gegendemonstranten ein wenig in der Bredouille. „Denn hinter der rassistischen Kampagne der NPD steckt natürlich das Kalkül, durch Provokationen überhaupt mal wieder in der öffentlichen Berichterstattung aufzutauchen. Wir dürfen daher nicht über jedes Stöckchen springen, das die NPD uns Sachsen und Dresdnern hinhält“, so Demuth. Ignorieren sei aber auch der falsche Weg: „Die Menschen, die von der NPD und von Nazis bedroht werden, brauchen die Solidarität der anständigen Sachsen.“

Die „Aktionswoche“ der NPD hatte am Dienstagvormittag in Chemnitz begonnen, wo laut Augenzeugen mehrere hundert Personen gegen rund 30 Nazis demonstrierten. Dabei sollen laut Mitteilung der Opferberatung Chemnitz einige NPD-Anhänger eine Gruppe Gegendemonstranten mit Schlagstöcken angegriffen haben.

Am Donnerstag soll neben Dresden auch Leipzig im Fokus stehen. Auch in der Messestadt sind Demos gegen den NPD-Aufzug angekündigt.

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sl

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