Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 18 ° Gewitter

Navigation:
Google+
Minigarden statt Marina Garden: Rot-Grün-Rot spricht mit Investorin Töberich

Minigarden statt Marina Garden: Rot-Grün-Rot spricht mit Investorin Töberich

Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit (RGR) hat zum Thema "Marina Garden" ein Gespräch mit Investorin Regine Töberich und deren Anwälten geführt. Das teilte gestern Grünen-Stadtrat Johannes Lichdi mit.

"Die Atmosphäre war konstruktiv, auch wenn sich die Positionen nicht angenähert haben."

Töberich will in der Leipziger Vorstadt unterhalb des Puschkin-Platzes den Wohnpark "Marina Garden" errichten und bis zum Elbufer bauen. Rot-Grün-Rot will dagegen einen breiten Hochwasserschutzstreifen im Uferbereich einrichten und in dem Areal Raum für soziokulturelle Nutzungen schaffen. "Wir haben Frau Töberich verdeutlicht, dass eine Räumung des Vereins Freiraum Elbtal oder eine Sperrung des Elberadwegs keine guten Ideen wären." Töberich ihrerseits habe erklärt, dass der Erlass einer Veränderungssperre für das Areal aus ihrer Sicht eine neue Eskalation darstellen würde, so Lichdi.

Der Stadtrat soll auf seiner heutigen Sitzung den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan treffen, der die Planungsziele von Rot-Grün-Rot enthält. Gleichzeitig soll auch eine Veränderungssperre beschlossen werden. "Wir brauchen dieses Instrument, damit in dem Gebiet keine Vorhaben genehmigt werden, die mit den Inhalten des Bebauungsplans nicht übereinstimmen", erklärte Lichdi. "Wir wollen der Verwaltung mit der Veränderungssperre Zeit für ein geordnetes Planverfahren geben", ergänzte SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Lames.

Lames verwies darauf, dass auch die Verwaltung eine Vorlage erarbeitet habe, die die Aufstellung eines Bebauungsplans und eine Veränderungssperre vorsehe. "Diese ist natürlich hinfällig, wenn unser interfraktioneller Antrag vom Stadtrat beschlossen wird." Statt "Marina Garden" wird es nach den Plänen von RGR nur einen "Minigarden" geben: Entlang der verlängerten Erfurter Straße ist eine zweireihige Wohnbebauung mit viergeschossigen Häusern gestattet.

Den Aufstellungsbeschluss für die "Hafencity", bei der in einem benachbarten Areal Wohngebäude entstehen sollen, will RGR erneut vertagen. Das Umweltamt benötige noch Zeit, eine Hochwasserschutzlinie für die Leipziger Vorstadt zu planen. "Erst wenn das Konzept für den Hochwasserschutz vorliegt, werden wir über die Hafencity sprechen", kündigte Lichdi an.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.01.2015

Thomas Baumann-Hartwig

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadtpolitik
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.