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Mehrheit für neuen Welterbe-Anlauf - Befragte versprechen sich besseres Ansehen Dresdens in Europa

Mehrheit für neuen Welterbe-Anlauf - Befragte versprechen sich besseres Ansehen Dresdens in Europa

Anders als noch vor drei Jahren wird inzwischen ein neuer Anlauf für einen Unesco-Weltkulturerbetitel von einer deutlichen Mehrheit der Dresdner begrüßt.

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Von Christoph Stephan

Dies ist ein Ergebnis des aktuellen DNN-Barometers, für das das Institut für Kommunikationswissenschaft der TU im Auftrag unserer Zeitung reichlich 500 repräsentativ ausgewählte Personen befragte. Danach finden es 63 Prozent der Dresdner gut, dass sich eine Initiativgruppe für Hellerau als Weltkulturerbekandidaten stark macht und einen entsprechenden Antrag eingereicht hat.

Als die Demoskopen um Prof. Wolfgang Donsbach im August 2009 wissen wollten, ob die Befragten für einen neuen Welterbe-Antrag sind, erhielten sie ein anderes Stimmungsbild. Damals sprach sich eine knappe Mehrheit dagegen aus, zu frisch waren offenbar noch die Erinnerungen an die Querelen im Zusammenhang mit der Aberkennung des Titels wegen des Baus der Waldschlößchenbrücke.

Auffällig ist, dass sich mehr Frauen als Männer wieder einen Weltkulturerbetitel für Dresden wünschen. Bedenklich ist, dass von dem Vorstoß aus Hellerau nur 69 Prozent der Befragten überhaupt etwas wussten, obwohl über das Thema schon seit vielen Monaten in allen Dresdner Zeitungen sowie in Funk und Fernsehen berichtet wird. Als besonders unwissend erwies sich die Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen.

Die 347 Personen, die von dem Hellerauer Antrag schon einmal gehört haben, sind sich derweil ziemlich einig, dass Dresden, obwohl es mit Sicherheit einen bleibenden Eindruck bei den Vertretern der Unesco hinterlassen hat, auch in Zukunft fair behandelt werden wird. So glauben 67 Prozent, dass der verlorene Welterbetitel keinen Einfluss auf die neue Bewerbung hat. Ebenfalls ist eine deutliche Mehrheit von 76 Prozent überzeugt, dass sich durch das Unesco-Weltkulturerbe das Ansehen Dresdens in Europa und der Welt weiter verbessern wird. Am skeptischsten sind in diesem Punkt die 25- bis 59-Jährigen.

Auf die spannende Frage, ob durch das Prädikat "Weltkulturerbe" mehr Touristen nach Hellerau strömen würden, als der Stadtteil im Dresdner Norden verkraften kann, finden die Befragten im DNN-Barometer eine klare Antwort: 81 Prozent blicken dieser Entwicklung zuversichtlich entgegen, sie sehen Hellerau nicht wegen zusätzlicher Besucher von einem Infarkt bedroht.

Weniger optimistisch beurteilen die repräsentativ befragten Dresdner die Situation für die Bewohner der Gartenstadt. Sollte Hellerau mit einem Unesco-Welterbetitel ausgezeichnet werden, glauben 70 Prozent, dass auf die Menschen vor Ort zusätzliche Auflagen und Regelungen zukommen.

Dieser Befürchtung tritt Eva Schläfer, die Sprecherin der Deutschen Werkstätten Hellerau, entgegen. Das Unternehmen hat die Welterbe-Bewerbung maßgeblich mit vorangetrieben. "Es gibt wahrscheinlich weltweit nichts Höheres und Geschützteres als den deutschen Denkmalschutz. Die Gartenstadt steht seit 1955 als Flächendenkmal unter Schutz und da wird für Anwohner durch einen Weltkulturerbetitel nicht noch mehr drauf kommen", betonte sie neulich in einem DNN-Gespräch.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.07.2012

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