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Mania gegen Lässig: Streit um Schneefräse auf dem Dach der Dresdner Eishalle

Mania gegen Lässig: Streit um Schneefräse auf dem Dach der Dresdner Eishalle

Dresden. Während auch am Freitag Wasser durch das Dach der Dresdner Energieverbund-Arena sickerte, beginnt die Suche nach der Ursache.

Nachdem Bäderbetriebschef Sven Mania im DNN-Interview Beschädigungen durch den Einsatz von Schneefräsen auf dem Dach ausgeschlossen hatte, wird dies von FDP-Stadträtin Barbara Lässig bezweifelt.

Nachdem Mania gegenüber DNN mitgeteilt hatte, es seien im schneereichen Winter 2010/11 nur „Eimer, Besen und Schneeschieber" zum Einsatz gekommen, präsentierte Lässig am Freitag Bilder, auf denen zu sehen ist, wie eine Schneefräse aufs Dach der Halle gezogen wird. Ihrer Aussage zufolge sei das Gerät auch für mindestens eine halbe Stunde im Einsatz gewesen.

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Und auch die Geschäftsstelle des Clubs steht im Wasser.

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Dass die Fräse auf dem Dach stand, bestreitet Mania nicht. Allerdings sei der Schnee eben nur mit Eimern, Schiebern und Besen zusammengeschoben worden. Da das Dach der Energieverbund-Arena allerdings einen einen Meter hohen und 70 Zentimeter breiten Rand habe, sei damals die Idee entstanden, den vielen Schnee mithilfe einer Fräse vom Dach zu blasen.

Wie Mania berichtet, sei dieser Versuch allerdings gescheitert. „Es hat nicht funktioniert. Die Fräse hat den Schnee nicht eingezogen sondern rutschte weg. Daher haben wir den Versuch wieder abgebrochen", erinnert er sich. Wegen der Blitzableiter auf dem Dach sei eine Räumung per Fräse sowieso nicht möglich gewesen. Stattdessen hätten die vielen Helfer den Schnee letztlich doch mit Eimern und Schaufeln vom Dach bugsiert, das Spiel der Eislöwen habe stattfinden können. Und auch dieses Mal werde man es schaffen, den Eislöwen wieder eine Heimspielstätte zu verschaffen. Lässigs Attacke sei an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten.

Mania sagte, man sei bei der Krisenbewältigung jetzt einen kleinen Schritt weitergekommen. Ein Problem sei, dass zur Abdichtung des Daches kein PVC verwendet werden könne. Um PVC zu verarbeiten, seien konstant 5 Grad Celsius nötig. Aktuell würden andere Materialien geprüft. Die Helfer seien das ganze Wochenende im Einsatz, Anfang kommende Woche soll es Ergebnisse geben.

Für Barbara Lässig lasse das Krisenmanagement allerdings weiter zu Wünschen übrig: „Gestern waren Gutachter und einige wenige Dachdecker auf dem Dach und haben ein paar Rollen Klebeband verklebt. Wahrscheinlich haben sie aufgegeben, denn es sind noch längst nicht alle Risse verklebt. Heute ist gleich mal gar keiner mehr auf dem Dach", berichtet sie. Es helfe nichts, wenn die Halle im Inneren immer wieder getrocknet wird, damit sie beim nächsten Regenguss wieder voll läuft. Lässig will nun in einer Anfrage an die Verwaltung wissen, wer wann das Dach geprüft und gewartet hat.

Auch die Grünen drängen auf eine schnelle Ursachenfindung. Der sportpolitischer Sprecher der Stadtratsfraktion Thomas Trepte merkte dazu am Freitag an: „Insbesondere ist die Frage der Verantwortlichkeit im Eigenbetrieb und der Kontrolle der Gewährleistung zu klären Offensichtlich gab es vor Ablauf der Gewährleistungsfrist keine nochmalige Endabnahme des Daches."

Stephan Lohse

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