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Macht?Schule.Bildung!: Kohlen und die Rute zum Nikolaus für die Dresdner Schulnetzplanung

Macht?Schule.Bildung!: Kohlen und die Rute zum Nikolaus für die Dresdner Schulnetzplanung

Das Aktionsbündnis „Macht?Schule.Bildung!" hat am Dienstagnachmittag vor das Rathaus geladen, um dem Nikolaus unter die Arme zu greifen. Unter dem Motto „Macht?Schule.

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Die Initiative stellte zum Nikolaus Schuhe mit Ruten und Kohlen vor das Rathaus.

Quelle: Stephan Lohse

Nikolaus! - Kohle und Ruten für das Rathaus" trafen sich etwa 40 Schüler und Lehrer, um auf die Versäumnisse des städtischen Schulnetzplanes aufmerksam zu machen.

Dafür wurden alte Schuhpaare mit Kohle und Reisig gefüllt und in den Buchstaben „SNP" für Schulnetzplan vor den Haupteingang des Rathauses gelegt. Dazwischen steckten Schilder mit Gedichten wie „Viel Kinderlein in Dresden sind gebor‘n, den Überblick hat man verlor‘n. Die Kitas und Schulen, die schloss man zu, dachte, vorm Kultus hat man nun Ruh". Die Veranstalter kritisierten vor allem den Sanierungsstau an Dresdner Schulen, der auf über 700 Millionen Euro geschätzt wird.

Eine annähernd gleiche Summe müsse bis 2018 in die Kapazitätserweiterung, also in den Aus- und Neubauvon Schulen investiert werden, fordern die Engagierten des Bündnisses.

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Kohlen statt Geschenken in den Schuhen - mit einer Nikolaus-Aktion protestierten Lehrer und Schüler am Dienstag gegen den Dresdner Schulnetzplan.

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Zweites Hauptanliegen der Kundgebung war laut Veranstalter die Anfechtung der Schließung der Altroßthaler Außenstelle des Beruflichen Schulzentrums (BSZ) für Agrarwirtschaft und Ernährung Dresden. Lisa Börnick und Lisa Müller (beide 17) besuchen dort die 11. Klasse. Sie sind „absolut gegen die Schließung" des Standortes, der die Auflösung ihrer Fachrichtung nach sich ziehen würde. Die Mädchen lassen sich in Agrarwirtschaft ausbilden, „der einzige Lehrgang dieser Art in ganz Sachsen", wie sie berichten. „Dieses Jahr wurde gerade erst ein neues Gewächshaus für 30.000 Euro gebaut" erzählen die beiden. Auch die Fachkabinette seien „ganz neu".

Vor allem die Außenbereiche in Altroßthal sind für Lisa und Lisa unersetzlich. „Wir haben Gärten angelegt und eine Grube, um die Bodenschichten zu studieren. Vor ein paar Jahren haben die Schüler selbst eine Beachvolleyball-Grube ausgehoben". Die beiden erzählen, dass sie sich der Schule sehr verbunden fühlen. „Wir haben Sport im Kuhstall und Unterricht im Schloss". Hier habe einst sogar Napoleon sein Hauptquartier eingerichtet. Lisa Börnick ist sich sicher, die Schließung habe nichts mit dem Standortbedarf für Kitas und Grundschulen zu tun. Und Lisa Müller wünscht sich: „Die Stadt soll den Wert unserer Einrichtung erkennen".

Jakob Pontius

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