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Linksautonome versuchen Nazi-Route zu blockieren - mehrere friedliche Sitzblockaden

Linksautonome versuchen Nazi-Route zu blockieren - mehrere friedliche Sitzblockaden

Dichte Rauchschwaden steigen am Mittag über der Dresdner Südvorstadt auf. Nach Augenzeugenberichten versuchen Linksautonome im Bereich Strehlener Platz/Strehlener Straße die geplante Demo-Strecke der Neonazis mit Barrikaden zu blockieren.

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Archivbild vom 13. Februar.

Quelle: Dirk Knofe

Dresden. Dazu hätten sie eine nahe Baustelle gestürmt. Augenzeugen berichten von Bauzäunen und Mülltonnen, die nahe der Kreuzung zur Semperstraße aufgetürmt werden, zudem brennt es an mehreren Stellen. Die Lage gilt weiter als extrem angespannt und unübersichtlich.

Nachdem am Vormittag vor allem das Gebiet um den Münchner Platz im Mittelpunkt stand, verschiebt sich der Fokus scheinbar näher in Richtung Bahnhof. Laut Augenzeugenberichten kam es gegen 12.45 Uhr auf der Wiener Straße zwischen Hauptbahnhof und Lenneplatz zu Tumulten zwischen Polizei und schwarz gekleideten Gegendemonstranten. Etwa 2000 Antifa-Anhänger hatten sich dort mit den Einsatzkräften ein Scharmützel geliefert.

Zahlreiche Gegendemonstranten hatten am Mittag die Polizeisperren an der Bayreuther Straße durchbrochen und den Münchner Platz besetzt. Augenzeugen berichten, dass dem ein langes hin und her zwischen Gegendemonstranten und Polizei vorausgegangen ist. Dabei hatten die Beamten auch Wasserwerfer und Reizgas eingesetzt.

Am Nachmittag gelang es den Gegendemonstranten auch, die Kreuzung Reichenbachstraße / Fritz-Löffler-Straße zu blockieren. Dort stehen unter anderem auch mehrere Politiker wie Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD). Die Polizei hatte eine Veranstaltung genehmigt, wenn sich die Teilnehmer um 50 Meter in die Reichenbachstraße zurückziehen, was die Anwesenden jedoch ablehnten.

Zudem halten die Gegner des Naziaufmarsches die Kreuzung Strehlener Straße / Franklinstraße. Dort soll unter anderem der Jenaer Oberbürgermeister Albrecht Schröter (SPD) stehen.

Seit dem Vormittag hatten zahlreiche Personen versucht, die Polizeiabsperrungen in der Südvorstadt zu überwinden. Die Polizei berichtet von Auseinandersetzungen, bei denen auch Reizgas zum Einsatz kam.

Derweil haben sich am Hauptbahnhof Nazis versammelt und sind bereits loszumarschieren. Die Zahl der Rechtsextremen soll aber deutlich unter den anvisierten 4000 liegen.

Augenzeugen berichten, dass die Situation unüberschaubar ist. Am Vormittag hatten die Einsatzkräfte etwa 300 linke Gegendemonstranten auf dem TU-Gelände eingekesselt, diesen gelang es aber aus der Polizeiabsperrung in Richtung Mommsenstraße zu flüchten. Abgesehen vom Gebiet rund um den Hauptbahnhof sei es in der Stadt weitgehend ruhig.

sl

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