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Linken-Analyse: Leipzig weiter Sachsens Armutshauptstadt - Dresden hat beste Bedingungen

Linken-Analyse: Leipzig weiter Sachsens Armutshauptstadt - Dresden hat beste Bedingungen

Einer Studie der Linksfraktion zufolge ist Leipzig weiterhin die Armutshauptstadt Sachsens. „Daran hat sich in den vergangenen fünf Jahren nichts geändert", sagte Linken-Sozialexperte Dietmar Pellmann am Donnerstag in Dresden.

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Einer Studie der Linksfraktion zufolge ist Leipzig weiterhin die Armutshauptstadt Sachsens.

Quelle: dpa

Die Messestadt sei die Großstadt des Freistaates mit den gravierendsten sozialen Problemen.

So gebe es in der Stadt mehr Menschen ohne Schulabschluss als in Dresden oder Chemnitz. Zwischen 2005 und 2010 hätten in Leipzig 3.300 Absolventen die Schule ohne Abschluss verlassen, in Chemnitz 1.200, in Dresden 2.100. In der Landeshauptstadt sei die soziale Lage immer noch am besten, dort öffne sich jedoch zunehmend die Schere zwischen Arm und Reich.

Dresden profitiere unter anderem davon, dass hier mehr Beamte und sonstige Landesangestellte tätig sind, zudem erhalte die Stadt deutlich mehr Fördermittel als Chemnitz und Leipzig. Auch die Ausgaben für Kinder und Jugendliche seien im Vergleich höher.

Chemnitz ist laut Studie zwar die deutsche Großstadt mit der deutlich ältesten Bevölkerung, habe aber hinsichtlich wichtiger sozialer Bereiche in den letzten Jahren aufgeholt. Chemnitz zeige 2005 mit Abstand den stärksten Rückgang an Menschen, die von Hartz IV abhängig sind. „Interessanterweise liegt Chemnitz bei der Kategorie ‚verfügbares Einkommen' noch vor Dresden an der Spitze der sächsischen Metropolen", berichtet Pellmann.

„Leipzig hat ein um 3.000 Euro pro Einwohner niedrigeres Bruttoinlandsprodukt als Dresden", ergänzt die Linken-Bundestagsabgeordnete Barbara Höll aus Leipzig. Zudem seien in Leipzig die Sozialausgaben mit 25 Prozent des Gesamthaushaltes 2010 wesentlich höher als in Chemnitz (19 Prozent) und Dresden (17 Prozent). Leipzig habe 2010 insgesamt 90 Millionen Euro mehr dafür ausgeben müssen als Dresden, so Höll.

„Dresden hat zwischen 2006 und 2010 mehr als 150 Millionen Euro Steuern mehr eingenommen als Leipzig - hier muss Landespolitik ausgleichend steuern, im Sinne gleichwertiger Lebensverhältnisse. Tatsächlich sind zwischen 2006 und 2010 mehr als 900 Millionen Euro Fördergelder mehr nach Dresden als nach Leipzig geflossen", sagte die Bundestagsabgebordnete.

Die Analyse beruht laut Pellmann auf öffentlich zugänglichen Daten von der Einkommenssituation bis zu den Sozialausgaben in Dresden, Leipzig und Chemnitz. 55 Positionen wurden verglichen.

sl / dpa

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