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Linke will Kindergärtnerinnen bei Kita-Platzvergabe priviligieren

Linke will Kindergärtnerinnen bei Kita-Platzvergabe priviligieren

Um die Krippen-Lücke zu schließen, bedarf es nicht nur großer Investitionsprogramme, sondern auch geeigneten Personals - denn was nützt eine neue Kita, wenn die Stadt keine Kindergärtnerinnen dafür findet? Die Fraktion "Die Linke" schlägt daher vor, Bewerberinnen für Erzieherstellen bevorzugt bei der Kita-Platzvergabe zu behandelt, damit die Anstellung nicht an fehlender Betreuung scheitert.

Ähnliche Privilegien schlagen die Linken für Lehrerinnen vor.

Die Fraktion sei sich bewusst, dass der Vorschlag problematisch sei, betonte Linke-Stadtrat Jens Matthis. "Wir wollen auch kein Fass ohne Boden öffnen und für alle möglichen Berufsgruppen Privilegien haben." Von einer Sonderreglung für Erzieherinnen würden aber alle profitieren, da jede so gewonnene Krippenerzieherin sechs Kinder betreuen könne, jede Kindergärtnerin 13 Kinder.

Kita-Eigenbetriebs-Chefin sieht indes erhebliche rechtliche Probleme: "Da kommt dann als nächstes die Feuerwehr, die OP-Schwester oder der TU-Kanzler, die alle auch ganz dringend Plätze brauchen", warnte sie. Gemäß Sozialgesetzbuch könne der Eigenbetrieb bei der Vergabe von Kita-Plätzen berücksichtigen, ob die Eltern beide berufstätig sind, nur eine alleinerziehende Mutter da sei oder es besondere soziale Probleme in der Familie gebe. "Nun auch nach Berufsgruppen zu differenzieren, würde ich als Verstoß gegen das Gleichbehandlungs-Gebot im Grundgesetz sehen."

Etwas anderes sei es mit den Firmen, die sich Belegungsrechte in den Container-Kitas, die ab Januar 2013 in Betrieb gehen sollen, gesichert haben: "Durch ihre finanzielle Beteiligung haben sie die Einrichtung dieser Plätze erst ermöglicht", so Bibas. Dass das Land sich ähnliche Rechte für Lehrerinnen "erkaufe", halte sie für eher unwahrscheinlich. "Über eine Behörden-Kita an der Wiegandstraße haben wir auch zehn Jahre mit dem Land verhandelt, rausgekommen ist nichts dabei." hw

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.07.2012

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