Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Google+
Linke fordern parlamentarische Initiative gegen Lehrermangel

Linke fordern parlamentarische Initiative gegen Lehrermangel

Die Linke-Fraktion im sächsischen Landtag fordert eine fraktionsübergreifende parlamentarische Initiative gegen den drohenden Lehrermangel in Sachsen. Nachdem CDU-Bildungspolitiker Thomas Colditz die Regierung und die Spitze seiner eigenen Fraktion in ungewöhnlich scharfer Form angegriffen hatte, bedürfe es jetzt „einer Bündelung aller demokratischen politischen Kräfte, der Gewerkschaften und der engagierten Fachleute", so die bildungspolitische Sprecherin der Linken, Cornelia Falken.

Voriger Artikel
"Viel gegenseitiges Vertrauen" - Die neue Doppelspitze der Linken im DNN-Interview
Nächster Artikel
Gegenseitige Schuldzuweisungen in sächsischer Landtagsdebatte über Rechtsextremismus

Die Linke-Fraktion im sächsischen Landtag fordert eine fraktionsübergreifende parlamentarische Initiative gegen den drohenden Lehrermangel in Sachsen.

Quelle: dpa

„Es darf nicht passieren, dass wir das Prinzip der Neulehrer wie nach dem 2. Weltkrieg in Sachsen einführen, die ohne eine pädagogische Ausbildung an sächsischen Schulen, wie derzeit schon an Grundschulen, Unterricht halten. Wenn Kultus- und Finanzminister, wie von Herrn Colditz zu Recht kritisiert, immer noch nicht zu einer Lösung gefunden haben und der Ministerpräsident in der von ihm gewohnten Tatenlosigkeit verharrt, ist eine Initiative aus dem Parlament erforderlich", sagte sie.

phpa7790005e8201103081419.jpg

Bis zu 17.000 Lehrer versammelten sich zum Streik

Zur Bildergalerie

Colditz hatte in einem Zeitungsinterview Finanz- und Kultusministerium sowie die Staatskanzlei kritisiert. Was er in Beratungen zur Vorbereitung des Haushaltes erlebt habe, mache ihn wütend und ließe ihn zweifeln. Hintergrund sind lange schwelende Differenzen zwischen Finanz- und Kultusministerium über die Zahl der nötigen Lehrerstellen für die kommenden Jahre, zumal Sachsen weiter Personal im öffentlichen Dienst abbauen will.

php136219392e201011032055.jpg

Einige Landtagsabgeordnete hörten sich die Beschwerden der Demonstranten an.

Zur Bildergalerie

„Wir unterstützen die Forderung von Herrn Colditz, die von der Staatsregierung längst angekündigten 573 Referendariats-Stellen für das Jahr 2012 auch tatsächlich zu besetzen. Selbst diese Zahl reicht nicht aus, um den Lehrerbedarf an sächsischen Schulen dauerhaft zu decken", so die Linken-Abgeordnete Falken.

Die Kritik des CDU-Bildungspolitikers Thomas Colditz an der Regierung stößt auch bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auf Zustimmung. „Endlich wird die Diskussion um mehr Lehrerstellen nicht mehr hinter verschlossenen Türen geführt", sagte die GEW-Landesvorsitzende Sabine Gerold am Dienstag. Die GEW sei bei diesem Thema immer für mehr Transparenz eingetreten. Die Kritik von Colditz sei sehr mutig. „Ich bin beeindruckt." Die Koalitionsfraktionen von CDU und FDP seien offensichtlich weiter als die Regierung. „Das stimmt mich optimistisch", sagte Gerold.

sl / dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadtpolitik
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.