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Leubener Kiesseen: Baden bleibt wohl auch 2012 verboten

Leubener Kiesseen: Baden bleibt wohl auch 2012 verboten

Es sieht nicht gut aus für Leuben, wenn der Sommer heiß wird und die Bürger sich im südlichen Kiessee abkühlen wollen. Das Baden dort bleibt bis auf Weiteres verboten, bestätigte Leubens Ortsamtsleiter Jörg Lämmerhirt auf DNN-Anfrage.

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Ärger im Leubener Badeparadies: Wassersportler und Schwimmer sollen sich den südlichen Kiessee teilen, doch aufgrund der rechtlich komplizierten Lage gibt es nach wie vor Nutzungsprobleme. Baden bleibt illegal und die Wasserski- und Wakeboard-Anlage von Martin Riedel vorerst ohne Betriebsgenehmigung.

Quelle: Jürgen-Michael Schulter

Von Ralf Redemund

Auch für 2012 wird es wohl keine juristisch wasserdichte Nutzungslösung geben. Die rechtliche Lage sei einfach zu kompliziert, nimmt Lämmerhirt die Verwaltung in Schutz.

Erst im Herbst vergangenen Jahres hatte die Stadt Verbotsschilder an den Ufern angebracht (DNN berichteten). Damals ließ Lämmerhirt verlauten: Das Baden soll schnellstmöglich legalisiert werden. Derzeit prüfe die Stadtverwaltung, ob einzelne Bereiche am südlichen Kiessee - sprich: vor allem der flache Abschnitt schräg gegenüber der Wasserskianlage - freigegeben werden können. Auch Monate später, im Februar 2012, lautet die Auskunft: "Wir prüfen noch." Und Lämmerhirt befürchtet, dass die Prüfung das ganze Jahr 2012 über dauert.

Also gilt weiter das offizielle Verbot. Gemäß Sächsischem Wassergesetz ist das Baden nur an natürlichen Gewässern weitgehend ohne gesetzliche Einschränkungen erlaubt. Die Seen in Leuben sind durch den Kiesabbau künstlich entstanden. Zudem liegen die Seen und das Umland größtenteils in Privatbesitz und im Landschaftsschutzgebiet. In der nördlichen Kiesgrube ist das kein Problem. Angler und Taucher dürfen sich dort tummeln. Im südlichen Kiessee aber gibt es jede Menge Vorbehalte. Wer überwacht die Schwimmer? Wer beseitigt den Müll? Inwieweit darf eine Toiletten-Anlage installiert werden? Wer übernimmt die Verantwortung, wenn etwas passiert, wenn Schwimmer mit Wasserskifahrern oder Wakeboardern kollidieren?

Womit wir beim nächsten Problem sind: Ungewiss ist auch die Zukunft der Wasserski- und Wakeboard-Anlage von Martin Riedel. Die Bauaufsicht habe die Betriebsgenehmigung abgelehnt, teilte die Pressestelle gegenüber DNN mit. Riedel sei in Widerspruch gegangen. Derzeit werde "auf Abhilfe geprüft", wie es im Amtsjargon heißt. Dabei ist der politische Wille des Stadtrates klar: Die Verwaltung soll den Betrieb ermöglichen. Doch aufgrund der Klage einer benachbarten Grundstückseignerin ist der Bebauungsplan für ungültig erklärt worden. Eine andere Lösung liegt bis heute nicht vor.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.02.2012

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