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Lange Debatte über B-Plan für Hafencity im Bauausschuss - nun entscheidet der Stadtrat

Lange Debatte über B-Plan für Hafencity im Bauausschuss - nun entscheidet der Stadtrat

Zwei Stunden diskutierte der Bauausschuss am Mittwochabend über die umstrittensten Bauvorhaben Dresdens. Es ging um die Aufstellung von zwei Bebauungsplänen für die Leipziger Vorstadt: Zum einen für die Hafencity, ein USD-Projekt an der Leipziger Straße zwischen dem Arzneimittelwerk Menarini und dem Malteser Hilfsdienst.

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Am Neustädter Hafen will USD das Projekt Hafencity mit bis zu 10 Stockwerke hohen Gebäuden errichten.

Quelle: Stephan Lohse

Zum anderen für das Grundstück an der Ecke Leipziger Straße/Erfurter Straße, wo – noch vom Freiraum Elbtal e.V. genutzt – die CG-Gruppe und DresdenBau das Wohnquartier „Marina Garden“ entwickeln möchte.

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Der Saal im Emmers war bis auf den letzten Platz gefüllt.

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Uneinig war man sich schon bei der Frage, ob ein B-Plan in ein Überschwemmungsgebiet gehört. Thomas Löser (Bündnis90/Die Grünen) lehnte ihn für „Marina Garden“ ab: „Das Gebiet stand im vergangenen Jahr zwei Meter unter Wasser. Unter keinen Umständen werden wir die geplante Luxusbebauung unterstützen.“ Auch der CDU war der B-Plan zuviel – jedoch aus Angst, Investoren zu vergraulen: „Es sollte im Interesse der Stadt sein, dass Investoren nicht über Gebühr behindert werden“, betonte Hans-Joachim Brauns (CDU). Das vorhandene Baurecht genüge völlig. Zudem könne „Marina Garden“ mit seinem Überflutungskonzept Leuchtturmprojekt in Sachen Hochwasserschutz werden.

Bei der B-Plan-Aufstellung für das Hafencity-Areal war vor allem der Flutschutz Streitthema. Eine angedachte Hochwasserschutzlinie zieht sich im Vorentwurf an der Elbe entlang von der Marienbrücke bis zur Erfurter Straße. „Uns sind die Hochwasserrisiken hier zur groß“, so Kristin Kaufmann von den Linken. Axel Bergmann (SPD) brachte einen Änderungsantrag ein, der den Hochwasserschutz über die bauliche Entwicklung der Flächen stellt. Auch solle weniger dicht gebaut und auf Hochhäuser mit mehr als sechs Geschossen verzichtet werden. Löser forderte, die am Elberadweg als Gebietsschutz geplante Hochwasserschutzmauer weiter nördlich an der Leipziger Straße zu platzieren. Das würde Pieschen schützen, ohne das Überschwemmungsflächen verloren gingen, so der Grünen-Politiker.

Letztlich stimmten Grüne und Linke dafür, die Entscheidung an den Stadtrat zu delegieren. Somit wird sich der alte Stadtrat in der letzten Sitzung am 10. Juli mit dem Thema Hafencity befassen.

Madeleine Arndt

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