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Landeskirche Sachsen ruft zu öffentlichem Widerstand gegen Neonazi-Aufmärsche auf

Landeskirche Sachsen ruft zu öffentlichem Widerstand gegen Neonazi-Aufmärsche auf

Die Synode der Evangelischen Landeskirche Sachsens hat auch angesichts der jüngsten rechten Gewalt zum breiten öffentlichen Protest gegen rechtsextreme Aufmärsche aufgerufen.

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Die Synode der Evangelischen Landeskirche Sachsens hat auch angesichts der jüngsten rechten Gewalt zum breiten öffentlichen Protest gegen rechtsextreme Aufmärsche aufgerufen.

Quelle: dpa

Diese seien „ein gesellschaftliches Alarmsignal", heißt es in dem am Ende ihrer Herbsttagung in Dresden einstimmig verabschiedeten Beschluss. Ihnen sollten sich so viele Menschen wie möglich deutlich und sichtbar entgegenstellen und friedlich ein Zeichen setzen, „dass sich die Mehrheit unserer Gesellschaft gegen Menschenfeindlichkeit, Intoleranz und Hass wehrt". Die Beteiligung vieler Menschen wirke deeskalierend und gewaltmindernd.

Angesichts der für den 18. Februar 2012 in Dresden geplanten neuerlichen Demonstration von Neonazis mahnte das Kirchenparlament auch eine veränderte Erinnerungskultur in Deutschland und vor allem in der Elbestadt an. Die Landeskirche werde zivilgesellschaftliches Engagement und Courage fördern, damit Rechtsextremismus und Nationalismus die Plattform entzogen werde. Nötig sei aber auch eine intensive Auseinandersetzung der Gesellschaft mit der Ideologie der NPD, mahnte der Präsident des Landeskirchenamts, Johannes Kimme. „Es gilt, deutlich zu machen, dass das nur eine kleine Gruppe ist."

Die Synode verabschiedete zuvor den Haushalt der Landeskirche für 2012 mit einem Volumen von 179,3 Millionen Euro - fast 3 Millionen Euro mehr als im laufenden Etat. Angesichts wachsender Kirchensteuer- Erlöse wird mit Einnahmen von rund 85 Millionen Euro gerechnet. Das bestehende Defizit von etwa 3,4 Millionen Euro soll aus Rücklagen gedeckt und bis 2020 abgebaut werden. Mit den Einsparungen bereite sich die Landeskirche auf sinkende Mitgliederzahlen und Einnahmen vor, statt Schulden zu machen. „Wir sind schuldenfrei, haben immer konservativ angelegt und daher keine Probleme mit Staatsanleihen."

Beschlossen wurde auch die Fusion der Kirchenbezirke Großenhain und Meißen zum 1. Januar 2013. „Das ist der letzte Akt der vor Jahren begonnen Strukturveränderung", sagte Kimme. Von ursprünglich 33 sinkt die Zahl der Kirchenbezirke auf dann 18. Die Landeskirche hat laut Kimme rund 774 000 Mitglieder in 776 Gemeinden. Sie verliert jährlich etwa 11 000 Mitglieder - vorwiegend durch Sterbefälle.

dpa

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