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Landesamt für Straßenbau und Verkehr zieht in alte Kaserne in der Albertstadt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr zieht in alte Kaserne in der Albertstadt

Die Decken sind eingestürzt, Stahlträger halten die Hauswände fest und Blümchen-Tapetenreste wedeln im Schlagbohrer-Wind. Noch ist das Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen König-Georg-Kaserne einsturzgefährdet.

Von Katrin Tominski

Doch schon bald - genauer gesagt im Jahr 2015 - soll die Zentrale des neuen Landesamtes für Straßenbau und Verkehr in das ehemalige Militärgebäude einziehen. Vorher muss das Haus Stauffenbergallee 24 jedoch nicht nur gründlich saniert, sondern auch vor dem weiteren Verfall bewahrt werden. Insgesamt 4,5 Millionen Euro steckt der Freistaat allein in die bloße Sicherung des Gebäudes, die jetzt begonnen hat.

"Wir hätten nicht mehr lange Zeit gehabt, das Gebäude zu retten", sagte Roland Werner, Staatssekretär des sächsischen Verkehrsministeriums. Bis zum Ende des nächsten Jahres sollen die Sicherungsmaßnahmen beendet sein. Bis dahin werden alle Zwischendecken und das Dach abgeris- sen und das Haus komplett entkernt. Damit der Rohbau nicht auseinanderfällt, sichern Spezialisten die Außenwände mit Stahlträgern. Ist alles abgerissen, wird das aus dem Jahr 1900 stammende Haus vom Keller aus wieder neu errichtet werden. Danach erhält das ehemals prächtige Gebäude der preußischen Armee sein neues Dach. Die historische Fassade soll erhalten bleiben Eine große Herausforderung ist die Beseitigung des Hausschwammes, der sich nach 20 Jahren Leerstand durch das ganze Haus zieht.

Im Jahr 2013 beginnen die Kernbauarbeiten. Wie teuer diese sein werden, ist bislang noch unklar. Die Planungen sind noch nicht abgeschlossen. Die Planer möchten auch die Ergebnisse der Bausicherung mit einfließen lassen. "Oft ergeben sich im Zuge der Sicherung noch Maßnahmen, die berücksichtigt werden müssen", sagte Architekt Joachim Rieger. Das Ministerium rechnet jedoch mit mehreren Millionen Euro, die insgesamt in die Sanierung gesteckt werden müssen. Das Haus in der Stauffenbergallee 24 ist das letzte des ehemaligen Kasernengeländes, das saniert wird.

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, das im Zuge der sächsischen Verwaltungsreform zum 1. Januar 2012 neu gegründet wird, vereint zukünftig das Autobahnamt und fünf Straßenbauämter. "Damit wollen wir Synergien nutzen und effizienter arbeiten", sagte Werner. Die vergangenen 20 Jahre seien im Straßenbau durch enorme Aufbauarbeit geprägt gewesen. Jetzt gehe es um eine Neuorientierung. Knapp 300 Mitarbeiter werden in der neuen Zentrale in Dresden arbeiten. Die Niederlassungen eröffnen in Leipzig, Meißen, Rochlitz, Bautzen und Zschopau. Die bisherigen Straßenbauämter in Dresden, Döbeln und Bad Schlema werden laut Ministerium perspektivisch wegfallen. Das Straßenbauamt Chemnitz zieht in die Niederlassung nach Zschopau um.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.09.2011

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