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Kulturpalast-Streit in Dresden - Architekt will Kosmetik für bessere Akustik

Kulturpalast-Streit in Dresden - Architekt will Kosmetik für bessere Akustik

Dresden. Hände weg von Saal und Gebäude: Der Architekt Wolfgang Hänsch will im Urheberrechtsstreit um den Kulturpalast in Dresden einer gütlichen Einigung mit der Stadt nur bei einem Umbau unter Erhalt des Mehrzwecksaals zustimmen.

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Der Dresdner Kulturpalast.

Quelle: Ulrich Löser

„Er ist funktionsfähig und darf nicht zerstört werden", sagte der 83-Jährige am Dienstag in Dresden. Um eine lange juristische Auseinandersetzung zu vermeiden, legte er der Stadt seinen Vorschlag von 2008 wieder vor. Er enthält eine akustische Aufbesserung des Raumes, die für die Dresdner Philharmonie international übliche Bedingungen schafft.

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Zur Spielzeiteröffnung der Philharmonie im Herbst 2015 soll der neue Kulturpalast wiedereröffnet werden.

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„Architektonisch gibt es keinen Kompromiss", sagte er. Für akustisch und optisch optimale Bedingungen müsse nicht das ganze Gebäude kostenträchtig entkernt und damit zerstört werden. Es reiche, Reflexionsflächen zu verändern oder zu schaffen, Decken und Seitenwände umzugestalten. Bei Realisierung seiner Pläne könnten zudem Baukosten und -zeit reduziert werden. „Reine Konzertsäle sind überholt, sie müssen Mehrzweckfunktionen erfüllen", sagte er. Die Stadt will den 1969 errichteten „Kulti" und den akustisch schwierigen Saal umbauen. Dagegen hatte Hänsch geklagt, da er sein Urheberrecht verletzt sieht. Das Gebäude des Kulturpalastes steht unter Denkmalschutz, der Saal innen aber nicht. Der Richter am Leipziger Landgericht hatte in der Vorwoche eine gütliche Einigung angeregt, die Hänsch zunächst ablehnte. Nun bietet er seine alten Pläne für eine behutsame Sanierung des Kulturpalastes an. Dabei hoffen Hänsch und seine Mitstreiter auf eine Debatte über den Kulturpalast-Umbau. Der Stadtrat beschäftigt sich am Mittwoch mit dem 80-Millionen-Euro-Projekt. Da zunächst eingeplante EU-Gelder nicht verwendet werden können, fehlen etwa 35 Millionen Euro. Die Devise, dass es Fortschritt nur durch Zerstörung gebe, sei anarchistisch, sagte Hänsch. Das gelte nur, wenn das zu Zerstörende nicht mehr brauchbar ist. „Die Stadt ist in einer Notlage, sie kann diese Pläne nicht mehr bezahlen."

dpa

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