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Kulturgroschen: FDP will ein Euro zusätzlich pro Eintrittskarte erheben

Kulturgroschen: FDP will ein Euro zusätzlich pro Eintrittskarte erheben

Jeder Besucher der Philharmonie, Operette, des Theaters Junge Generation (TJG), des Europäischen Zentrums der Künste in Hellerau, des Kreuzchores und der Dresdner Musikfestspiele soll künftig einen Euro als eine Art "Kulturgroschen" zahlen, damit die Stadt Dresden die anstehenden großen Investitionen in die Dresdner Kultur stemmen kann.

Das schlägt FDP-Fraktionschef Holger Zastrow vor. "Die, die den Nutzen der Kultur und einen Vorteil davon haben, soll sich auch beteiligen", begründete Zastrow den Vorstoß im Rahmen der Haushaltsdebatte.

Zastrow knüpft bewusst an den Kulturgroschen an, den es zu DDR-Zeiten gegeben hat und der den Kulturfonds der DDR speiste. Bei jeder kulturellen Veranstaltung wurde die Kulturabgabe auf den Eintrittspreis draufgeschlagen, die später auch beim Verkauf bespielter Tonträger erhoben wurde. Den Kulturgroschen könne der Stadtrat sofort beschießen; das komme einer Preiserhöhung gleich. In einem zweiten Beschluss müsste der Stadtrat diese Einnahmen für Kulturzwecke bestimmen.

Auch die städtischen Museen, das Verkehrsmuseum sowie das Kunsthaus und das Theaterhaus Rudi sollen mit einem Kulturgroschen bedacht werden, allerdings nur mit 0,50 Euro pro Eintrittskarte. Insgesamt sei der Kulturgroschen zwar nicht die Rettung des Haushaltes, aber ein Anfang, ein erster kleiner FDP-Vorschlag, der nach Berechnungen der Fraktion über 640 000 Euro in die Stadtkasse spült.

Zastrow lehnt die Erhöhung einer Grundsteuer ebenso ab wie die Einführung einer Bettensteuer, die einseitig nur die Hotels belasten würde. Vielmehr kann sich der FDP-Fraktionschef im Stadtrat vorstellen, das Kulturkraftwerk Mitte für Operette und TJG nach hinten zu verschieben - ein Vorschlag, den bereits Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) im Frühjahr im Zuge der Debatte um den Kulturpalastumbau gemacht hat. Ralf Redemund

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.10.2012

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