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Kranzniederlegung auf dem Heidefriedhof - Gedenkprozession wird durch Protest gestört

Kranzniederlegung auf dem Heidefriedhof - Gedenkprozession wird durch Protest gestört

Dresden. Trotz des dichten Schneetreibens fanden sich am Sonntagvormittag viele Hundert Dresdner und internationale Gäste auf dem Heidefriedhof ein, um mit einem feierlichen Akt der Opfer der Luftangriffe auf Dresden vor 66 Jahren zu gedenken.

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Quelle: dpa

Überdurchschnittlich viele junge Menschen liefen in dem Tross der Gedenkenden mit, der kurz vor 11 Uhr langsam in Richtung Ehrenhain zog. Allen voran schritten Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU), Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU), Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sowie Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU). Auch internationale Prominenz war erschienen: Der Oberbürgermeister von Coventry, Lord Mayor Brian Kelsey, derzeit Ehrengast der Stadt Dresden, war mit Gattin gekommen.

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Mit der Kranzniederlegung auf dem Dresdner Heidefriedhof wurde der Opfer der Luftangriffe vor 66 Jahren auf Dresden gedacht.

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Ordnungsbürgermeister Sittel würdigte die Toten in einer Ansprache und betonte die Notwendigkeit, nach Versöhnung zu streben. An die zahlreich erschienenen Vertreter des rechts- und linksextremen Spektrums gewandt, warnte Sittel: „Fanatismus und plumpe Hassgesänge schaden dem Andenken für die Opfer."

Zur bewegenden Melodie des Chorals „Näher mein Gott zu Dir" legten zunächst die Ehrengäste Kränze vor dem zentralen Mahnmal zu Ehren der Bombenopfer nieder, darunter Repräsentanten aus Tschechien, Großbritannien und der jüdischen Gemeinde.

Das Getöse der vom nahe gelegenen Flughafen Klotzsche aus startenden Flugzeuge verlieh der Feierstunde eine bedrückende Atmosphäre. Unter die Trauergäste hatten sich auch Abordnungen der rechtsextremen NPD, der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland sowie der nationalkonservativen DSU gemischt.

Die anschließende Gedenkprozession der vielen Hundert Besucher wurde am Rande durch den lautstarken Protest einiger Dutzend linksextremer Demonstranten gestört, die zuvor über die Zäune klettert waren, nachdem ihnen am Eingang von Ordnungskräften der Zutritt verweigert worden war.

Die Polizei nahm die Personalien auf und verwies die Störer des Geländes. Bereits in der Nacht zum Sonnabend waren das Denkmal beschädigt sowie Mauern im Stadtgebiet

mit Parolen

besprüht worden. Von größeren Zwischenfällen blieb die Veranstaltung nach Polizeiangaben aber verschont.

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Jane Jannke

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